Inhaltsverzeichnis:
- Der Berufseinstieg in 5 Etappen
- Studium und Zahnärztliche Prüfung
- Approbation beantragen
- Die Vorbereitungszeit: Pflicht für die Kassenzulassung
- Was verdient man beim Berufseinstieg?
- So finden Sie die richtige erste Praxis
- Bewerbung und Vorstellungsgespräch
- Die ersten Wochen in der Praxis
- Und nach der Vorbereitungszeit?
- Häufige Fragen zum Berufseinstieg als Zahnarzt
Kurz erklärt: Nach bestandener Zahnärztlicher Prüfung beantragen Zahnärztinnen und Zahnärzte die Approbation. Danach folgt in der Regel die mindestens zweijährige Vorbereitungszeit als Vorbereitungsassistent:in – sie ist Voraussetzung für die Eintragung ins Zahnarztregister und damit für die spätere Kassenzulassung. Vorbereitungsassistent:innen verdienen laut der Dentalen Gehaltsstudie 2025 des Deutschen Zahnarzt Service im ersten Jahr im Median 3.500 € brutto im Monat.
Der Berufseinstieg in 5 Etappen
| Etappe | Dauer | Was zu tun ist | Mehr dazu |
|---|---|---|---|
| 1. Studium und Zahnärztliche Prüfung | Regelstudienzeit 5 Jahre und 6 Monate | Studium abschließen, alle drei Prüfungsabschnitte bestehen | Das Zahnmedizinstudium in Deutschland |
| 2. Approbation | je nach Behörde unterschiedlich | Antrag bei der zuständigen Landesbehörde stellen | Approbation als Zahnarzt beantragen |
| 3. Erste Stelle finden | individuell | Praxis für die Vorbereitungszeit auswählen, bewerben, Vertrag abschließen | Was macht ein Vorbereitungsassistent? |
| 4. Vorbereitungszeit | mindestens 2 Jahre | Anstellung genehmigen lassen, Vorbereitungszeit ableisten und nachweisen | Anmeldeprozess Vorbereitungsassistent |
| 5. Wie geht es weiter? | – | Anstellung, Weiterbildung zum Fachzahnarzt oder eigene Praxis | Karriereoptionen für Zahnärzte |
Quellen: § 2 Approbationsordnung für Zahnärzte (ZApprO); § 3 Zahnärzte-ZV.
Studium und Zahnärztliche Prüfung
Das Zahnmedizinstudium umfasst 5.000 Stunden über fünf Jahre, dazu kommen eine Ausbildung in Erster Hilfe, ein einmonatiger Pflegedienst und eine vierwöchige Famulatur. Die Regelstudienzeit beträgt fünf Jahre und sechs Monate. Die Zahnärztliche Prüfung besteht aus drei Abschnitten.
In der Praxis dauert das Studium oft etwas länger: 2024 studierten Absolvent:innen im Schnitt 11,55 Semester und waren beim Abschluss durchschnittlich knapp 27 Jahre alt. Im selben Jahr wurden 1.801 Staatsexamen in Zahnmedizin bestanden.
Quellen: § 2 ZApprO; Bundeszahnärztekammer, „Nachgezählt“.
Approbation beantragen
Wer die Zahnheilkunde dauerhaft ausüben will, braucht die Approbation als Zahnarzt bzw. Zahnärztin. Sie wird auf Antrag erteilt, wenn Sie
- das Studium der Zahnheilkunde abgeschlossen und die Zahnärztliche Prüfung bestanden haben,
- sich keines Verhaltens schuldig gemacht haben, aus dem sich Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit für den Beruf ergibt,
- gesundheitlich zur Ausübung des Berufs geeignet sind und
- über die erforderlichen Deutschkenntnisse verfügen.
2024 wurden in Deutschland 2.448 zahnärztliche Approbationen erteilt. Welche Unterlagen Sie brauchen und wo Sie den Antrag stellen, lesen Sie in unserem Beitrag Approbation als Zahnarzt: Wie beantrage ich diese?
Quellen: § 2 Zahnheilkundegesetz (ZHG); Bundeszahnärztekammer, „Nachgezählt“.
Die Vorbereitungszeit: Pflicht für die Kassenzulassung
Wer später gesetzlich Versicherte behandeln möchte, muss sich ins Zahnarztregister der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) eintragen lassen. Voraussetzung dafür sind die Approbation und eine Vorbereitungszeit von mindestens zwei Jahren.
Dabei gilt:
- Mindestens sechs Monate müssen Sie als Assistent:in oder Vertreter:in bei einem oder mehreren Vertragszahnärzt:innen arbeiten.
- Die übrige Zeit kann auch in Universitätszahnkliniken, Zahnstationen von Krankenhäusern, im öffentlichen Gesundheitsdienst, bei der Bundeswehr oder in Zahnkliniken abgeleistet werden.
- Kurze Abschnitte zählen nicht: Tätigkeiten unter drei Wochen oder neben einer eigenen Praxis werden nicht angerechnet.
- Genehmigung: Die Beschäftigung als Assistent:in in einer Kassenpraxis muss von der KZV genehmigt werden.
Quellen: § 3 Zahnärzte-ZV; § 32 Abs. 2 Zahnärzte-ZV.
Wie die Anmeldung praktisch abläuft, erklären wir in Anmeldeprozess Vorbereitungsassistent. Was Sie in dieser Zeit erwartet, lesen Sie in Was macht ein Vorbereitungsassistent?
Was verdient man beim Berufseinstieg?
Laut der Dentalen Gehaltsstudie 2025 des Deutschen Zahnarzt Service erhalten die meisten Vorbereitungsassistent:innen ein reines Fixgehalt ohne Umsatzbeteiligung. Nach der Assistenzzeit steigt das Gehalt deutlich:
| Phase | Median (brutto/Monat) |
|---|---|
| Vorbereitungsassistent:in, 1. Jahr | 3.500 € |
| Vorbereitungsassistent:in, 2. Jahr | 3.987 € |
| Angestellte:r Zahnärzt:in direkt nach der Assistenzzeit | 5.901 € |
| Angestellte:r Zahnärzt:in, 2–6 Jahre Erfahrung | 6.842 € |
Quelle: Dentale Gehaltsstudie 2025 des Deutschen Zahnarzt Service in Kooperation mit Team Lieblings-Zahnarzt, solvi und Wilde & Partner; Befragung von 1.012 angestellten Zahnärzt:innen und Assistenzzahnärzt:innen, September bis Dezember 2024. Brutto-Monatsgehälter, normiert auf 40 Wochenstunden. Zur Dentalen Gehaltsstudie 2025
Mehr dazu: Das Gehalt als Vorbereitungsassistent
So finden Sie die richtige erste Praxis
Die erste Stelle prägt Ihre fachliche Entwicklung. Diese Fragen helfen bei der Auswahl:
- Betreuung: Wer ist Ihr:e Ansprechpartner:in, und wie viel Zeit nimmt sich die Praxis für Ihre Einarbeitung?
- Behandlungsspektrum: Können Sie in den zwei Jahren möglichst viele Bereiche kennenlernen?
- Praxisgröße: Arbeiten mehrere Behandler:innen in der Praxis, mit denen Sie sich austauschen können?
- Fortbildung: Unterstützt die Praxis Fortbildungen, zeitlich oder finanziell?
- Rahmenbedingungen: Passen Arbeitszeiten, Region und Gehalt zu Ihnen?
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Bewerbung und Vorstellungsgespräch
Für eine klassische Bewerbung brauchen Sie in der Regel ein Anschreiben, einen Lebenslauf und Ihre Zeugnisse. Nutzen Sie das Vorstellungsgespräch auch selbst, um Ihre Fragen zu Betreuung und Behandlungsspektrum zu stellen. Tipps dazu finden Sie hier:
- Wie sieht das perfekte Anschreiben als Zahnarzt aus?
- Wie sieht der perfekte Lebenslauf aus?
- Tipps zum Vorstellungsgespräch als Zahnarzt
Die ersten Wochen in der Praxis
Der Start in der neuen Praxis bringt viel Neues: ein neues Team, eigene Patient:innen und Abläufe, die Sie erst kennenlernen. Wie Sie gut ankommen, lesen Sie in 5 Tipps für Zahnärzte: So gelingt der Einstieg in die neue Praxis.
Und nach der Vorbereitungszeit?
Nach der Vorbereitungszeit stehen Ihnen alle Wege offen:
- Anstellung in einer Praxis oder einem MVZ – mehr in Niederlassung oder Anstellung?
- Weiterbildung zum Fachzahnarzt, z. B. für Kieferorthopädie oder Oralchirurgie – mehr in Weiterbildungsassistent in der Zahnmedizin
- Eigene Praxis durch Übernahme, Neugründung oder Partnerschaft – mehr in Praxisübernahme oder Neugründung?
- Alternativen außerhalb der Praxis – mehr in Karriereoptionen für Zahnärzte
Häufige Fragen zum Berufseinstieg als Zahnarzt
Wie lange dauert die Vorbereitungszeit als Zahnarzt?
Mindestens zwei Jahre. Davon müssen mindestens sechs Monate als Assistent:in oder Vertreter:in bei Vertragszahnärzt:innen abgeleistet werden, die übrige Zeit kann auch zum Beispiel in einer Universitätszahnklinik, im öffentlichen Gesundheitsdienst oder bei der Bundeswehr erfolgen.
Muss ich die Vorbereitungszeit machen?
Die Approbation erlaubt Ihnen bereits die Ausübung der Zahnheilkunde. Die Vorbereitungszeit ist aber Voraussetzung für die Eintragung ins Zahnarztregister und damit für eine spätere Zulassung zur Behandlung gesetzlich Versicherter.
Wann sollte ich mich als Vorbereitungsassistent:in bewerben?
Es lohnt sich, frühzeitig zu beginnen, damit Sie die Praxis in Ruhe auswählen können. Für die Vermittlung über den Deutschen Zahnarzt Service brauchen Sie die deutsche Approbation – oder die Gewissheit, dass Sie sie zeitnah erhalten.
Was verdient ein Vorbereitungsassistent im ersten Jahr?
Laut der Dentalen Gehaltsstudie 2025 des Deutschen Zahnarzt Service liegt das mittlere Fixgehalt im ersten Jahr bei 3.500 € brutto im Monat, im zweiten Jahr bei 3.987 €.
Wie viele Zahnärzte werden jedes Jahr approbiert?
2024 wurden in Deutschland 2.448 zahnärztliche Approbationen erteilt.
Quellen zur Vermittlung: FAQ für Bewerber und FAQ für Praxen des Deutschen Zahnarzt Service.
Veröffentlicht am 03.11.2026. Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion des Deutschen Zahnarzt Service fachlich geprüft.
Maschinenlesbare Version: Artikel als Markdown (CC BY 4.0)
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