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Die eigene Zahnarztpraxis: Praxisübernahme oder Neugründung?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung
4 / 5 aus 26 Abstimmungen

Freiheit - das ist ein großes Wort, das viele Assoziationen weckt. Freiheit im Beruf, das ist das, was sich viele wünschen. Doch mit kommender Freiheit geht oft auch ein Stück Sicherheit verloren. Wenn man sich trotz der Risiken dazu entschieden hat, sich als Zahnarzt mit einer eigenen Zahnarztpraxis niederzulassen, bleibt jedoch immer noch die Frage: Übernahme oder Neugründung einer Zahnarztpraxis?

Die Niederlassung als Zahnarzt bietet ein Mehr an Aufgaben, dafür aber auch ein Mehr an Abwechslung sowie die Chance, sich selbst zu entfalten und weiterzuentwickeln. Abgesehen davon sieht man die Ergebnisse der eigenen Bemühungen am Umsatz der Zahnarztpraxis und damit auch am eigenen Gehalt, das bei einer eigens geführten Praxis nach oben hin nicht durch einen Vertrag begrenzt ist.

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Neugründung oder Übernahme - die Entscheidung als Zahnarzt

Viele Zahnärzte übernehmen Zahnarztpraxis anstatt zu gründen

Unter den Zahnärzten ist der häufigste Weg in die Selbstständigkeit die Übernahme einer bereits bestehenden Einzelpraxis. 2014 beispielsweise waren 60 Prozent der Existenzgründungen von Zahnärzten Übernahmen einer Zahnarztpraxis. Dafür nahmen die Zahnärzte durchschnittlich 265.000 Euro in die Hand.

Warum sich so viele für das Modell der Praxisübernahme entscheiden, hat mehrere Gründe: Zum einen kann man auf einen bestehenden Patientenstamm sowie die Daten seines Vorgängers zurückgreifen – das bietet Planungssicherheit. Zahlen und Ergebnisse lassen eine finanzielle Prognose für die Zukunft zu. Ängste, die mit dem Start einer eigenen Praxis einhergehen, können so bereits deutlich gemindert werden.

Zum anderen ist die Übernahme einer Zahnarztpraxis meist wesentlich günstiger als die Neugründung einer Zahnarztpraxis, bei der alle Gerätschaften neu angeschafft werden müssen, die bei einer Übernahme einer Zahnarztpraxis bereits vorhanden sind.

Neben der Übernahme des Patientenstamms der vorherigen Zahnarztpraxis ist auch die Übernahme der bestehenden Organisationsstruktur eine Arbeitserleichterung, sofern die Zahnarztpraxis vorher gut geführt wurde. Durch eigene Modifizierungen kann die Organisationsstruktur schließlich so verändert werden, dass sie den eigenen Anforderungen und Wünschen entspricht. Durch diese Voraussetzungen wird eine schnellere Aufnahme des laufenden Betriebs gesichert und damit auch die finanziellen Einkünfte.

Bei all diesen Vorteilen einer Praxisübernahme gibt es auch einen Nachteil: Es ist zeitaufwendiger, die bisher bestehenden Strukturen zu verändern und das eigene Praxiskonzept in die Tat umzusetzen. Dafür muss ausreichend Zeit und Geld eingeplant werden und die Freiheiten in der eigenen Entfaltung sind eben doch nicht ganz so grenzenlos wie bei einer Neugründung.

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Neugründung einer Zahnarztpraxis

Im Gegensatz dazu wählten 2014 elf Prozent der niederlassungswilligen Zahnärzte den Weg der Neugründung einer eigenen Zahnarztpraxis. Durch die neue Anschaffung aller medizinischen Geräte investierten die Zahnärzte dabei durchschnittlich 360.000 Euro in ihre eigene Praxis. Im Gegensatz zur Übernahme einer Zahnarztpraxis benötigt die Neugründung einer eigenen Zahnarztpraxis mehr zeitlichen Planungsbedarf, da die Umbauten, die Anschaffung der medizinischen Geräte etc. Zeit und Geld in Anspruch nehmen.

Gleichzeitig bedeutet dies jedoch auch mehr Freiraum und damit individuellere Entfaltung bei der Praxisgestaltung, bei der Auswahl des Standortes der Praxis sowie beim Praxiskonzept. Auch wenn der Weg in die Selbstständigkeit bei einer Neugründung generell mehr Zeit in Anspruch nimmt, so ist die Gestaltung des finalen Praxiskonzepts bei diesem Modell doch meist schneller realisiert als bei einer Übernahme, wo Umbauten häufig nur Stück für Stück erfolgen können.

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Finanzierung einer Praxis für Zahnmedizin

Bei einer Gründung oder Übernahme einer Zahnarztpraxis muss man sich auch mit dem Gedanken anfreunden, von nun an ein selbstständiger Unternehmer zu sein. Um Fähigkeiten in Personalführung, Buchhaltung und Abrechnung kommt man daher nicht herum.

Viele junge Zahnärzte sind allerdings gerade darauf eher unzureichend vorbereitet. Daher sollte man sich schon im vorhinein Gedanken über einen Businessplan machen und sich überlegen, wie man seine Praxis aufbauen möchte. Spezielle Berater können dem Zahnarzt auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützend zur Seite stehen, aber auch andere Kollegen, die bereits diesen Schritt gewagt haben, können häufig mit guten Tipps aufwarten. Alternativ kann man sich das nötige Wissen auch mit entsprechender Literatur selbst aneignen oder Seminare besuchen.

Die Niederlassung als Zahnarzt: Unternehmerische Fähigkeiten

Egal, ob Sie sich als Zahnarzt für eine Übernahme oder eine Neugründung einer Zahnarztpraxis entscheiden: In beiden Fällen ist eine Existenzgründung mit viele neuen Aufgaben verbunden. Daher sollte man sich mit dem Thema der Unternehmensführung, dem Marketing und der Kommunikation innerhalb einer Zahnarztpraxis auseinandersetzen, denn nur eine schöne Praxis oder ein exzellentes Behandlungsangebot allein reichen nicht aus, um eine Praxis zum Erfolg zu führen.

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Sie sind noch unsicher, ob Sie sich überhaupt selbstständig machen möchten? Dann lesen Sie doch unseren Artikel zur Frage "Niederlassung oder Anstellung? Was ist das Richtige für mich?".


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