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Das Zahnmedizinstudium in Deutschland

Lesezeit: ca. 4 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung
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Studieren erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. So steigt die Zahl der Studierenden in Deutschland von Jahr zu Jahr. Das Statistische Bundesamt weist für das Wintersemester 2017/18 insgesamt 2,84 Millionen Studierenden aus. Dabei wird auch das Studium der Zahnmedizin immer prominenter.

In diesem Text wird geklärt, welche Voraussetzungen für ein entsprechendes Zahnmedizinstudium in Deutschland vorliegen müssen, wo in Deutschland Zahnmedizin studiert werden kann, wie das Studium aufgebaut ist und welche Arbeitsstellen nach dem Studium in Betracht gezogen werden können.

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Das Zahnmedizinstudium

Zahnmedizinstudium in Deutschland studieren - welche Voraussetzungen gibt es?

Eine Voraussetzung, um egal an welcher Hochschule in Deutschland Zahnmedizin studieren zu können und anschließend als Zahnarzt tätig zu sein, ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (Abitur). Zwar gibt es auch die Möglichkeit, durch andere Auswahlkriterien und ohne Abitur zu dem Studiengang zugelassen zu werden, darauf möchten wir in diesem Artikel aber nicht genauer eingehen. Erwähnenswert ist dabei, dass aufgrund der hohen Beliebtheit des Studiengangs zumeist eine Hochschulreife mit einem sehr guten Notenschnitt nötig ist, um Zugang zu einem der begehrten Studienplätze zu erhalten. Allerdings ist der Notenschnitt der Hochschulreife nicht das einzige ausschlaggebende Kriterium.

Im Verlauf des Auswahlverfahrens werden weitere Fähigkeiten mithilfe von Tests abgefragt. Das kann unter anderem der sogenannten Test für medizinische Studiengänge sein. In diesem Test, der ein wichtiges Auswahlkriterium darstellen kann, werden grundlegende Fähigkeiten getestet, die nötig sind, um naturwissenschaftliche oder medizinische Fragestellungen beantworten zu können. Dabei geht es nicht um konkretes Fachwissen, sondern grundlegende abstrakte Fähigkeiten wie Konzentrationsfähigkeit oder räumliches Vorstellungsvermögen.

Kompetenzen, die Sie für ein Zahnmedizinstudium mitbringen sollten, sind sozialer und naturwissenschaftlicher Natur. Durch den Kontakt mit Patienten ist ein gutes soziales Gespür unabdingbar und naturwissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für den erfolgreichen Abschluss des Studiums und anschließende Tätigkeit essentiell.

Wo kann man in Deutschland Zahnmedizin studieren?

In Deutschland existieren zum Start des Wintersemesters 2017/18 428 Hochschulen, von denen 106 Universitäten sind. Zunächst einmal in festzuhalten, dass Zahnmedizin in Deutschland nur an Universitäten studiert werden kann. An Fachhochschulen ist ein Studium der Zahnmedizin nicht möglich! Von den erwähnten 106 Universitäten in Deutschland bieten 26 den Studiengang Zahnmedizin an. Dazu zählen deutschlandweit bekannte Universitäten wie die Universität Hamburg oder die medizinische Hochschule Hannover, aber auch weniger bekannte Universitäten wie die Universität Ulm oder die Universität des Saarlandes.

Der Studiengang kann demzufolge sowohl im Norden, Westen, Osten als auch Süden des Landes besucht werden. Im Norden Deutschlands wird der Studiengang Zahnmedizin von den Universitäten in Hamburg, Rostock, Kiel, Greifswald, Göttingen oder Hannover angeboten. Im Westen des Landes kann der Studiengang in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Gießen, Köln, Marburg, Mainz und Münster belegt werden.

Im Osten stellen die Universitäten in Dresden, Halle-Wittenberg, und Jena das Zahnmedizinstudium bereit. Im Süden Deutschland ist die Auswahl besonders groß: Hier kann Zahnmedizin an den Universitäten in Freiburg, Heidelberg, München, Nürnberg-Erlangen, Tübingen, Ulm, Würzburg sowie an der Universität des Saarlandes studiert werden.

Zahnmedizinstudium - Aufbau?

Das Studium der Zahnmedizin beginnt jeweils zum Wintersemester eines Jahres und ist wissenschaftlich sowie praktisch ausgerichtet. Der Anspruch und das Arbeitspensum dieses Studiums ist sehr hoch, weshalb Studierende im Durchschnitt mit einem Arbeitspensum von 35 Stunden pro Woche rechnen müssen. Der Aufbau des Zahnmedizinstudiums erstreckt sich mindestens über zehn Semester: Fünf davon sind vorklinisch und weitere fünf sind in der Klinik zu absolvieren.

In den ersten beiden Semestern stehen naturwissenschaftliche Inhalte auf dem Plan, da nach Abschluss des zweiten Semesters mit dem Vorphysikum die erste staatliche Prüfung ansteht. Nach dem fünften Semester wird das Physikum (zweite staatliche Prüfung) abgelegt, in dem mündliche Prüfungen zu den Inhalten der vorherigen Semester sowie eine praktische Woche, in der technische Fähigkeiten nachzuweisen sind, bestanden werden müssen. Am Ende der fünf Semester Klinik und damit auch am Ende des Studiums steht das Staatsexamen.

Das Absolvieren des Staatsexamens im Bereich der Zahnmedizin nimmt mehrere Monate in Anspruch und beinhaltet sowohl mündliche Prüfungen als auch praktische Wochen. Anschließend wird eine Approbation erlangt, die dazu befähigt, als Zahnarzt zu arbeiten.

Zahnmedizin - Was kann man nach dem Studium machen?

Nach Abschluss von einem Zahnmedizinstudium ist der naheliegende Beruf der des Zahnarztes. Mit dem Zahnmedizinstudium findet eine Ausbildung zum Allgemeinpraktiker im Bereich der Zahnmedizin statt.

Wem die allgemeinpraktische Zahnarzt-Tötigkeit nicht ausreichen, hat die Möglichkeit, sich auf eines der fünf spezialisierten Feldern der Zahnmedizin zu spezialisieren. Dazu zählen die Fachzahnarzttitel der Kieferorthopädie, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Oralchirurgie, Paradontologie sowie der rekonstruktiven Zahnmedizin. In so gut wie allen Fällen erfolgt der Berufseinstieg nach dem Zahnmedizinstudium schnell und problemlos. Es lässt sich also feststellen, dass das Studium der Zahnmedizin zu vielfältigen und oftmals hervorragenden Berufsaussichten führt.

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