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Übersicht Verteilung Fachzahnärzte in Deutschland

Lesezeit: ca. 4 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung

Welche Fachzahnärzte gibt es in Deutschland? Bevor wir Ihnen einen groben Überblick über die Verteilung der Fachzahnärzte sowie der Stellenangebote Fachzahnarzt geben, sei in diesem Zusammenhang kurz darauf eingegangen, welche Möglichkeiten der Spezialisierung auf einen bestimmten Tätigkeitsschwerpunkt Ihnen offen steht. Gibt es auch für Sie die Zusatzqualifikation im Bereich "Kinder- und Jugendzahnheilkunde" sowie die Spezialisierung im Segment der Endontologie, so sind dies jedoch im engeren Sinne keine Fachzahnärzte. Zu den "echten" Fachzahnärzten dagegen zählen:

  • Der Fachzahnarzt für Oralchirurgie
  • Der Fachzahnarzt für Kieferorthopädie
  • Der Fachzahnarzt für das Öffentliche Gesundheitswesen
  • Der in einem Kammerbereich geprüfte Fachzahnarzt mit dem Spezialgebiet der Parodontologie
  • Und schließlich der Fachzahnarzt für Mund- Gesichts- und Kieferchirurgie, eine Fokussierung, für die Sie sowohl ein zahnmedizinisches Studium als auch ein Studium der Humanmedizin benötigen
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Verteilung der verschiedenen Fachzahnärzte in Deutschland

Sofern Sie eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt anstreben, dauert diese in Vollzeit drei Jahre, mit meist zusätzlich einem Jahr allgemeinzahnärztlicher Tätigkeiten. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, Ihren Fachzahnarzt in Teilzeit (ebenfalls mit einer Dauer von drei Jahren) zu absolvierten. Lediglich zu einer Weiterbildung autorisierte Kliniken und Praxen dürfen diese Ausbildung übernehmen, die Sie innerhalb von acht Jahren abgeschlossen haben müssen. Ebenfalls sollten Sie wissen, dass Sie eine solche Spezialisierung zum Fachzahnarzt nur vor Ihrer Niederlassung absolvieren können, so dass Sie sich bereits frühzeitig diesbezügliche Gedanken machen sollten!

Verteilung der Fachzahnärzte

Im Folgenden soll auf die Verteilung der Fachzahnärzte von Kieferorthopäden sowie Oralchirurgen eingegangen werden, Zahlen, die der Bundeszahnärztekammer in Berlin vorliegen:

Niedergelassene Kieferorthopäden gibt es derzeit im gesamten Bundesgebiet (Stand 2016) 3.077, wobei Baden-Württemberg mit 458 und Bayern mit 521 in der Höhe der Anzahl eindeutig eine Führungsposition einnehmen. Es folgen Nordrhein- Westfalen mit 342, Westfalen- Lippe mit 308 sowie Niedersachsen mit 233 niedergelassenen Kieferorthopäden. Schlusslichter dieser Statistik sind Mecklenburg- Vorpommern mit 48, Bremen mit 19 und das Saarland, ebenfalls mit 19 Fachzahnärzten auf dem Gebiet der Kieferorthopädie.

Bei der Verteilung der Fachzahnärzte auf dem Gebiet der Oralchirurgie sind (ebenfalls Stand 2016) 2.224 niedergelassene Ärzte bundesweit registriert. Auch hier ist wiederum die Zahlendominanz in Baden-Württemberg mit 401 sowie in Bayern mit 359 niedergelassenen Oralchirurgen erwähnenswert. Thüringen kann auf 33 und Mecklenburg-Vorpommern auf 22 Ärzte, Sachsen-Anhalt gar nur auf 10 Spezialisten in diesem Segment zurückgreifen.

Die räumliche Verteilung der Fachzahnärzte

Zusammenfassend ist evident, dass der Schwerpunkt bezüglich der Verteilung der Fachzahnärzte im südlichen Raum Deutschlands liegt. Der Süden der Republik ist dabei sowohl bei dem Oralchirurgen als auch bei den Kieferorthopäden besonders attraktiv, geht man von der Summe der jeweils niedergelassenen Fachzahnärzte aus. Erstaunlicherweise ist jedoch der Stadtstaat Hamburg im Bereich der Oralchirurgie mit nur 46 niedergelassenen Ärzten und lediglich 62 Kieferorthopäden nicht gerade üppig besetzt. In den neuen Bundesländer sieht die Verteilung der niedergelassenen Fachzahnärzte folgendermaßen aus:

  • Brandenburg: 85 Kieferorthopäden, 29 Oralchirurgen
  • Mecklenburg-Vorpommern: 48 Kieferorthopäden, 22 Oralchirurgen
  • Sachsen: 152 (!) Kieferorthopäden, 74 Oralchirurgen
  • Sachsen-Anhalt: 65 Kieferorthopäden und lediglich 10 Oralchirurgen
  • Thüringen: 77 Kieferorthopäden sowie 33 Oralchirurgen

Der Bereich der Kieferorthopädie wird mithin häufiger als Spezialgebiet innerhalb der Zahnmedizin gewählt als die Oralchirurgie.

Personalbedarf Fachzahnarzt

Angesichts der Tatsache, dass 71.926 Zahnärzte 155.468 Humanmedizinern (Bundesärztekammer Stand 2017) gegenüber stehen, dürfte der generelle Bedarf an Fachzahnärzten sowohl auf dem Gebiet der Oralchirurgie als auch auf dem der Kieferorthopädie gleich hoch sein. Eine eindeutige Positionierung für einen Bereich innerhalb der Stellenausschreibungen für Fachzahnarzt ist jedoch nicht zu ermitteln. Nicht zuletzt aufgrund der detaillierten Aufklärung in den Medien hinsichtlich der besonderen Notwendigkeit einer sorgfältigen Mundhygiene sind Patienten immer anspruchsvoller hinsichtlich perfekter Optik im Zusammenhang mit hochwertiger Behandlung geworden. Die aufgeführten Zahlen beweisen Ihnen zudem, dass sowohl im kieferorthopädischen als auch im oralchirurgischen Sektor ein großer Bedarf an Fachzahnärzten besteht, was sich auch auf den Stellenmarkt auswirkt.

Für welchen Fachzahnarzt entscheiden sich junge Zahnärzte und Zahnärztinnen?

Diese Frage lässt sich ebenfalls nicht eindeutig zugunsten einer Spezial-Richtung beantworten. Wie und ob Sie überhaupt eine Weiterbildung als Fachzahnarzt oder Fachzahnärztin angestreben möchten, ist sicherlich von mannigfaltigen Kriterien abhängig. Die Recherchen ergaben allerdings, dass sowohl Kieferorthopäden als auch Oralchirurgen sehr gesucht sind. Es ist, wie ausgeführt, empfehlenswert, wenn Sie sich bereits frühzeitig Gedanken darüber machen, ob und wenn ja welche Richtung Sie einschlagen möchten. Denn wenn Sie sich, wie schon oben erwähnt, erst als niedergelassener Zahnarzt oder niedergelassene Zahnärztin zu einer solchen Spezialisierung entscheiden, kommt dieser Entschluss leider zu spät.

Fazit

Für die schwerpunktmäßig ausgeführten beiden Möglichkeiten zur Spezialisierung auf dem Gebiet der Kieferorthopädie und Oralchirurgie besteht deutschlandweit ein hoher Bedarf, wie dies auch die vielen Stellenangebote Fachzahnarzt beweisen. Dort werden qualifizierte Fachzahnärzte in beiden Segmenten deutschlandweit dringend gesucht.

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