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Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

Lesezeit: ca. 3 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung
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Die Weiterbildung zum Kieferorthopäden

Dass jeder Zahnarzt nach Erlangung der zahnärztlichen Approbation ebenfalls auf Kieferorthopädie spezialisiert ist, ist ein Irrglaube. Zwar werden im Laufe des Studium kieferorthopädische Grundlagen vermittelt, allerdings genügt dies nicht für eine Spezialisierung. Damit Sie sich auf Kieferorthopädie spezialisieren können, ist eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie unerlässlich.

Erst nach der Erlangung dieses Abschlusses dürfen Sie den Titel "Kieferorthopäde", "Zahnarzt für Kieferorthopädie" oder "Fachzahnarzt für Kieferorthopädie" tragen. Ipso facto ist eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie unerlässlich. Zwar sind die Möglichkeiten für einen Zahnarzt äußerst vielseitig, allerdings sollten Sie in jedem Fall diese Weiterbildung absolvieren, sofern Sie ernsthaftes Interesse am Bereich der Kieferorthopädie hegen.

Inhalte der Weiterbildung zum Kieferorthopäden

Grundsätzlich dauert die Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie drei Jahre. Davon müssen Sie mindestens ein Jahr lang allgemeinärztlich tätig sein. Die Kammer Nordrhein erfordert diesen Nachweis nicht. Weiterhin ist vorgeschrieben, dass ein Jahr der Weiterbildung an einer weiterbildungsermächtigten Universitäts-Zahnklinik zu erfolgen hat. Eine Übersicht über die Kliniken, welche hierzu in Frage kommen, erhalten Sie bei der Kammer. Die beiden weiteren Jahre können Sie entweder an der selben Universitäts-Zahnklinik oder aber an einer anderen Universitäts-Zahnklinik sowie in einer weiterbildungsbemächtigten, kieferorthopädischen Praxis absolvieren.

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Die Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie - CCo, pexels.com

Die Inhalte der Weiterbildung sind äußerst vielseitig. So besteht der theoretische Teil aus Eigenstudium, Unterricht, Fallplanungskonferenzen, Fallplanung, Forschung und Lehre. Während dieses Ausbildungsteil erhalten Sie Anleitungen für den Umgang mit relevanten Behandlungsgeraten sowie -techniken. Hier werden medizinische Grundlagen geschaffen im Bereich Klinische Medizin, Psychologie sowie Kenntnisse im Bereich Anatomie, Embryologie, Genetik und Zellbiologie vermittelt.

Diagnostik sowie Behandlungsplanung spielen ebenfalls eine große Rolle. Vom kieferorthopädischen Befund über Funktionsdiagnostik bis hin zur indikationsbezogenen Behandlungsplanung lernen Sie, den Patienten kompetent zu behandeln.

Die Tätigkeit eines Zahnarztes fordert viel Einfühlungsvermögen und eine präzise Diagnostik. Ätiologie und Morphogenese stellen einen weiteren Schwerpunkt der Weiterbildung dar. Während der Seminare findet eine Spezialisierung auf Gebissentwicklung, Kariesprophylaxe sowie Behandlungsbedarf in der Kieferorthopädie statt. Die Therapie und Prognose sowie die Behandlungsmittel sind ebenfalls Schwerpunkte. Überdies lernen Sie, wissenschaftlich zu arbeiten. Denn die Arbeit als Zahnarzt erfordern oftmals, dass Sie in der Lage sind, wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen.

Die praktischen Inhalte der Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Denn hier können Sie Ihre theoretischen Kenntnisse direkt anwenden. Auch hier ist die eigenstandige Auswertung diagnostischer Unterlagen, wie beispielsweise Kiefermodelle, Orthopantomogramm, Fernrontgenseitenbild und Fotografien nicht zu vernachlässigen. Während Ihrer praktischen Ausbildung sollen Sie in jedem Fall selbst kieferorthopädische Behandlungen durchführen.

Rechtliche Aspekte der Weiterbildung

Grundsätzlich müssen Sie zunächst beachten, dass Sie die Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädieim Vorfeld von der jeweiligen Landeszahnärztekammer beantragt und genehmigt werden muss. Jeder Teil der Weiterbildung erfordert eine separate Genehmigung. Überdies müssen Sie zwei Jahre ohne Unterbrechung im Rahmen der Weiterbildung ableisten und die Weiterbildung darf an nicht mehr als zwei Weiterbildungsstätten durchgeführt werden. Überdies regeln §95 SGB V (Sozialgesetzbuch), die Berufsordnungen der (Landes-)Zahnärztekammern sowie die Musterberufsordnung der Bundeszahnärztekammer, dass jeder Zahnarzt dazu verpflichtet ist, sich regelmäßig fortzubilden. Denn nur so ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der fachlichen Kompetenz sichergestellt.

Zwar ist der Bedarf an Kieferorthopäden relativ groß, allerdings sind die Anforderungen an die Bewerber nicht gerade niedrig. Gerade deshalb ist es wichtig, eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie absolviert zu haben, selbst wenn Sie nicht direkt als Kieferorthopäde praktizieren möchten. Zwar beinhalten die Stellenangebote für einen Zahnarzt nicht die direkte Forderung nach einer Weiterbildung, allerdings steigen Ihre Chancen unter den Bewerbern, sobald Sie diese Weiterbildung erfolgreich absolviert haben.

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