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Das Gehalt als angestellter Zahnarzt und Vorbereitungsassistent

von Alexander Bongartz
Lesezeit: ca. 12 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung

Das Studium der Zahnmedizin ist zeit- und kostenintensiv. Im Gegenzug können Absolventen jedoch mit einem attraktiven Zahnarzt-Gehalt rechnen.

Allerdings richtet sich das Zahnarzt-Gehalt nach der persönlichen Berufserfahrung. Auch einige weitere Faktoren spielen fĂŒr das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt eine wesentliche Rolle.

Gehalt als Vorbereitungsassistent und Gehalt als angestellter Zahnarzt

  • Verschiedene VergĂŒtungsmodelle möglich
  • Fixes Gehalt mit oder ohne Umsatzbeteiligung

Frischgebackene ZahnÀrzte befinden sich in einer komfortablen Situation. Sie können direkt nach dem Studium als angestellter Zahnarzt bzw. als Vorbereitungsassistent in einer Zahnarztpraxis tÀtig werden.

Ein Berufseinstieg als Arzt im Praktikum ist fĂŒr Zahnmediziner nicht vorgesehen. Absolventen der Zahnmedizin können sich somit direkt bei einer Praxis oder einer Klinik ihrer Wahl bewerben und ihre Karriere als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent starten. Um eine Zulassung als Vertragszahnarzt der Krankenkassen zu erlangen, mĂŒssen sie allerdings trotzdem noch Berufserfahrung sammeln. HierfĂŒr ist eine mindestens zwei- und höchstens vierjĂ€hrige Zeit (abhĂ€ngig von Teil- oder VollzeittĂ€tigkeiten) als Vorbereitungsassistent erforderlich.

ZahnÀrztliche Vorbereitungsassistenten lernen die praktische Seite ihres Berufes an der Seite von erfahrenen Kollegen kennen. Schon wÀhrend ihrer Assistenzzeit sind sie jedoch in vollem Umfang als Zahnarzt tÀtig.

Auch Vorbereitungsassistenten beziehen folglich ein Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent. Die weitaus meisten frisch approbierten ZahnĂ€rzte beginnen ihre Karriere in einer Praxis. Ihr Verdienst als Zahnarzt richtet sich unter anderem nach der KomplexitĂ€t der Aufgaben und FĂ€lle, die sie ĂŒbernehmen können. Im Verlauf der Assistenzzeit und natĂŒrlich auch danach steigt ihr Zahnarzt-Gehalt allmĂ€hlich an.

FĂŒr das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt sind verschiedene VergĂŒtungsmodelle möglich, die Einfluss darauf haben, wie hoch das Zahnarzt-Gehalt am Ende insgesamt wirklich ausfĂ€llt.

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Zahnarzt-Gehalt steigt schon fĂŒr Assistenten kontinuierlich an

Angestellte Zahnmediziner besitzen im Hinblick auf ihr Zahnarzt-Gehalt den gleichen Status wie alle anderen angestellten Arbeitnehmer.

FĂŒr ihre Arbeit beziehen sie ein Bruttogehalt, von dem Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. An den SozialversicherungsbeitrĂ€gen beteiligt sich im gesetzlich festgelegten Umfang natĂŒrlich auch der Arbeitgeber.

  • Durchschnittliches Gehalt fĂŒr Vorbereitungsassistenten = ca. 2.500 €/Monat (Brutto)
  • Pro Halbjahr Anstieg um rund 250 € (Brutto)

Allerdings gehören angestellte ZahnĂ€rzte in ihren ersten Berufsjahren keineswegs zu den Großverdienern.

Das durchschnittliche Zahnarzt-Gehalt fĂŒr Vorbereitungsassistenten liegt bei rund 2.500 Euro monatlich (alle folgenden Gehaltszahlen beziehen sich auf eine Anstellung in Vollzeit). Netto belĂ€uft sich das Gehalt als Zahnarzt in der Assistenz anfangs sich somit auf etwa 1.650 Euro (abhĂ€ngig von der eigenen Steuerklasse). Jedoch steigt das Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent schon wĂ€hrend der Assistenzzeit relativ kontinuierlich und in akzeptabler Höhe an.

Pro Halbjahr wÀchst das Gehalt als Vorbereitungsassistenz im Schnitt um 250 Euro brutto.

Verdienst_Gehalt_Zahnarzt_Vorbereitungsassistent
Das Gehalt als Zahnarzt oder Vorbereitungsassistent

Gehalt als Vorbereitungsassistent: Festes Einkommen fĂŒr den Einstieg?

  • Gehalt bei Abschluss der Assistenzzeit = ca. 3.500 €/Monat (Brutto)
  • Gehalt als angestellter Zahnarzt nach 3 Jahren Berufserfahrung = ca. 5.600 €/Monat (Brutto)

FĂŒr das Gehalt als angestellter Zahnarzt haben sich zwei unterschiedliche VergĂŒtungsmodelle eingebĂŒrgert. Arbeitgeber bieten ihren zahnĂ€rztlichen Mitarbeitern entweder ein fixes Zahnarzt-Gehalt oder eine Kombination aus fixem Zahnarzt-Gehalt und Umsatzbeteiligung an.

Oft gibt es die Möglichkeit, die Variante, die fĂŒr den eigenen Verdienst als Zahnarzt gelten soll, im EinstellungsgesprĂ€ch mit dem Arbeitgeber zu verhandeln oder fĂŒr die Zukunft frĂŒhzeitig zu planen.

Berufseinsteiger sind zunÀchst oft an einem fixen Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. an einem festen Gehalt als Vorbereitungsassistent interessiert. Ihr Verdienst als Zahnarzt ist hierdurch sicher planbar und hÀngt nicht von ihrem Beitrag zu den UmsÀtzen und zum Gewinn der Praxis ab.

Ein fest vereinbartes Gehalt als Zahnarzt trÀgt auch dazu bei, dass frisch gebackene ZahnÀrzte ihre Berufserfahrung ohne Zeit- und Umsatzdruck erweitern können.

Durch das fixe Zahnarzt-Gehalt haben sie die Möglichkeit, sich fĂŒr jeden einzelnen Patienten genĂŒgend Zeit zu nehmen und vom Wissen ihrer bereits erfahrenen Kollegen intensiv zu profitieren. Als Faustregel fĂŒr ein festes Gehalt als Vorbereitungsassistent kann gelten, dass sich die monatliche VergĂŒtung auf mindestens 2.500 Euro (Brutto), also das Durchschnittsgehalt angehender ZahnĂ€rzte, belaufen sollte. Wir sammeln zudem in unserer tĂ€glichen Arbeit als Personalvermittlung fĂŒr ZahnĂ€rzte die Erfahrung, dass die konkrete Höhe auch wesentlich vom Standort der jeweiligen Praxis und der damit verbundenen Standortvorteile abhĂ€ngt.

Nach dem Abschluss der Assistenz steigt auch das Gehalt als angestellter Zahnarzt deutlich an.

Eine aktuelle, erste Erhebung weist fĂŒr das Zahnarzt-Gehalt allerdings relativ große Unterschiede aus. Die Untergrenze fĂŒr den Verdienst als Zahnarzt liegt bei "nur" ca. 3.500 Euro (Brutto) monatlich, Spitzenverdiener erzielen nach einer zweijĂ€hrigen Assistenz und einem weiteren zahnĂ€rztlichen Berufsjahr einen Verdienst als Zahnarzt von etwa 5.600 Euro (Brutto).

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Zahnarzt-Gehalt mit Umsatzbeteiligung

  • Umsatzbeteiligungen sind ĂŒblich
  • Viele verschiedene Gestaltungen der Umsatzbeteiligung

Die zweite Variante fĂŒr das Gehalt als Zahnarzt ist die Kombination aus einem festen Zahnarzt-Gehalt und einer leistungsabhĂ€ngigen Umsatzbeteiligung. Zum Teil wird bereits das Gehalt als Vorbereitungsassistent nach diesem Modell gestaltet. Der Verdienst als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz enthĂ€lt im Regelfall spĂ€testens ab dem zweiten Jahr eine umsatzabhĂ€ngige Komponente.

Wenn das Gehalt als Vorbereitungsassistent oder das Gehalt als Zahnarzt nach der Assistenz eine Umsatzbeteiligung enthalt, richtet sich deren Höhe nach dem persönlichen Beitrag zum Gesamthonorar der Praxis.

Das Gehalt als Zahnarzt hĂ€ngt bei diesem VergĂŒtungsmodell somit von der eigenen Leistung und Entwicklung ab. In das Zahnarzt-Gehalt fließen dann oft sowohl die Dauer der einzelnen Behandlungsschritte als auch der Schwierigkeitsgrad und die KomplexitĂ€t der zahnĂ€rztlichen Behandlungen, aber auch die Auslastung der Zahnarztpraxis ein (auch weitere Variablen wie z.B. "weiche" Faktoren sind hierbei möglich).

  • Finanzielle Sicherheit muss gewĂ€hrleistet bleiben!

FĂŒr finanzielle Sicherheit sorgt auch bei einem umsatzabhĂ€ngigen Gehalt als Zahnarzt eine fest vereinbarte (niedrige) GrundvergĂŒtung.

Das feste Gehalt als Zahnarzt ist ein Mindesteinkommen, das bei angestellten ZahnĂ€rzten nach dem Abschluss der Assistenzzeit bei durchschnittlich 3.500 Euro Brutto liegt. Als Umsatzbeteiligung fĂŒr ihr Gehalt als Zahnarzt erhalten angestellte ZahnĂ€rzte meist 15-25 Prozent des Honorars, das sie selbst erwirtschaftet haben.

Wichtig (!) hierbei ist, darauf zu achten, dass nicht die reine Prozentangabe relevant ist, sondern immer darauf geachtet werden muss, auf was sich z.B. diese 15-25 % beziehen und wie viel Umsatz Sie ĂŒberhaupt monatlich erwirtschaften können.

In einer Praxis, in der der Inhaber die grĂ¶ĂŸeren Behandlungen selbst durchfĂŒhrt, sollte dies bei der gemeinsamen Festlegung der Ziele bereits im Vorfeld berĂŒcksichtigt werden, damit das VergĂŒtungsmodell transparent aufgestellt ist und im Laufe der Zusammenarbeit keine Unzufriedenheit durch falsche Erwartungen entsteht. Nur so ist eine faire VergĂŒtungsregelung sowohl fĂŒr den Praxisinhaber als auch fĂŒr den angestellten Zahnarzt gegeben, sodass einer langfristigen, erfolgreichen Zusammenarbeit nichts mehr im Wege steht und alle Behandler sich auf das Wichtigste, das Patientenwohl, konzentrieren können. Die Umsatzbeteiligung fĂŒr den Verdienst als Zahnarzt wird meistens erst ab einer bestimmten Honorarhöhe gewĂ€hrt, die im Arbeitsvertrag vereinbart wird. In manchen FĂ€llen existiert auch ein Stufenmodell, bei dem die ProzentsĂ€tze abhĂ€ngig von der Umsatzhöhe variieren.

Wie funktioniert Umsatzbeteilung fĂŒr angestellten Zahnarzt?

  • Verschiedene Kombinationsmöglichkeiten Umsatzbeteiligung + fixes Gehalt

Wie die Kombination aus Umsatzbeteiligung und fixem Gehalt als angestellter Zahnarzt funktioniert, verdeutlicht das folgende Rechenbeispiel (mit beispielhaften Zahlen):

  • Der fest vereinbarte Verdienst als angestellter Zahnarzt belĂ€uft sich auf 3.500 Euro Brutto.
  • Eine Umsatzbeteiligung in Höhe von z.B. 25 Prozent am Verdienst als Zahnarzt wird in diesem Beispiel ab einem selbst erwirtschafteten Honorar von 14.000 Euro ausgezahlt. Wenn das Honorar diese Grenze ĂŒberschreitet, erhĂ€lt der Zahnarzt von jedem zusĂ€tzlich erarbeiteten 0,25 Euro.
  • Wenn sich die selbst erwirtschafteten Honorare im vergangenen Monat auf z.B. 20.000 Euro belaufen, wird auf 6.000 Euro (= 20.000 - 14.000 Euro) die 25-prozentige Umsatzbeteiligung gewĂ€hrt. Diese betrĂ€gt somit 1.500 Euro und komplettiert den Verdienst als Zahnarzt.
  • Das komplette Gehalt als Zahnarzt betrĂ€gt monatlich somit 5.000 Euro Brutto (3.500 Euro GrundvergĂŒtung + 1.500 Euro Umsatzbeteiligung)

Aus Sicht des Arbeitnehmers ist das Gehalt als angestellter Zahnarzt bestmöglich, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine möglichst hohe GrundvergĂŒtung und eine möglichst geringe Umsatzschwelle vorsieht. Vor allem, wenn Sie bereits ĂŒber Berufserfahrung verfĂŒgen, haben Sie auch bei der Festlegung der prozentualen Beteiligung Verhandlungsspielraum.

Das folgende Beispiel verdeutlicht, welchen Einfluss ein gut verhandelter Vertrag auf Ihren Verdienst als angestellter Zahnarzt mit entsprechender Berufserfahrung hat:

  • Das feste Gehalt als Zahnarzt belĂ€uft sich in diesem Fallbeispiel auf 4.500 Euro (Brutto).
  • Die prozentuale Höhe der Umsatzbeteiligung liegt nicht mehr bei 25, sondern bei z.B. hohen 30 Prozent, die dann zum Verdienst als Zahnarzt zĂ€hlt.
  • Eine Umsatzbeteiligung erhĂ€lt dieser Zahnarzt bereits ab einer Umsatzschwelle von 11.000 Euro.
  • Bei einem selbst erwirtschafteten Honorar von 20.000 Euro wird somit auf 9.000 Euro (= 20.000 - 11.000 Euro) eine Umsatzbeteiligung gewĂ€hrt. Diese betrĂ€gt 2.700 Euro.
  • Das gesamte Gehalt als angestellter Zahnarzt mit Berufserfahrung liegt in diesem Beispiel bei 7.200 Euro Brutto (4.500 Euro GrundvergĂŒtung + 2.700 Euro Umsatzbeteiligung).

Hohes Zahnarzt-Gehalt durch Umsatzbeteiligung: Erst ab Mindesthonorar

Ein Gehalt als Zahnarzt mit Umsatzbeteiligung ist - gute Vertragskonditionen und ausreichende UmsĂ€tze vorausgesetzt - somit ein sehr attraktives VergĂŒtungsmodell, von dem sowohl der angestellte Zahnarzt als auch die Praxis profitieren.

Statistiken belegen allerdings, dass angestellte ZahnĂ€rzte durch prozentuale Umsatzbeteiligungen ihr Einkommen erst ab einer individuell erwirtschafteten Honorarhöhe spĂŒrbar steigern können.

Auf das Gehalt als Vorbereitungsassistent haben sie folglich, wenn ĂŒberhaupt, nur einen geringen Einfluss. Bei Honoraren bis zu 15.000 Euro liegt das durchschnittliche Gehalt als Vorbereitungsassistent, aber auch das Gehalt als angestellter Zahnarzt unabhĂ€ngig von der konkreten Umsatzhöhe im Schnitt bei maximal 3.500 Euro. Diese Daten weisen aus, dass bei diesen VertrĂ€gen entweder keine Umsatzbeteiligung vorgesehen ist oder die angestellten ZahnĂ€rzte nicht in der Lage sind, gehaltsrelevante UmsĂ€tze zu erzielen.

Hier spielen nicht nur die eigene Leistung, sondern auch verschiedene andere Faktoren eine Rolle: Möglicherweise ĂŒbernehmen der Praxisinhaber oder seit langem in der Praxis etablierte ZahnĂ€rzte besonders interessante - und auch lukrative - FĂ€lle selbst, obwohl auch ihre jĂŒngeren Kollegen ĂŒber die entsprechende Kompetenz sowie die zeitliche KapazitĂ€t dafĂŒr verfĂŒgen.

Ebenso hat die Versicherungsstruktur der eigenen Patienten Einfluss auf die Höhe der Umsatzbeteiligung und damit auf den Verdienst als Zahnarzt.

Ab persönlich erwirtschafteten Honoraren in Höhe von 15.000 Euro steigt das Zahnarzt-Gehalt dagegen kontinuierlich an. Bei Honoraren von 20.000 Euro betrĂ€gt das durchschnittliche Gehalt als Zahnarzt etwa 5.000 Euro brutto. Wenn das persönlich erwirtschaftete Honorar bei 30.000 Euro liegt, ĂŒberschreitet der Verdienst als Zahnarzt im Schnitt die Marke von 7.000 Euro brutto.

Die Gesamtrelation von Gehalt und Honorar liefert unter anderem ein eindeutiges Argument dafĂŒr, eine zahnĂ€rztliche Karriere zunĂ€chst mit einem festen Gehalt als Vorbereitungsassistent und danach mit einem fixen Gehalt als angestellter Zahnarzt zu beginnen. Eine Umsatzbeteiligung als Gehaltsbestandteil wird demgegenĂŒber erst etwas spĂ€ter mit steigender Berufserfahrung attraktiv.

Was Sie außerdem ĂŒber Umsatzbeteiligung wissen sollten

FĂŒr Ihren Verdienst als Zahnarzt mit Umsatzbeteiligung und Ihre finanzielle Planung ist auch der Zeitraum relevant, fĂŒr den die Umsatzbeteiligung kalkuliert wird.

  • Der leistungsabhĂ€ngige Bestandteil fĂŒr Ihr Gehalt als Zahnarzt kann monatlich, quartalsweise oder pro Jahr berechnet werden.

Eine monatliche Kalkulation ist hier nicht unbedingt die gĂŒnstigste Variante. Beispielsweise erhalten Sie ggf. als UrlaubsvergĂŒtung nur Ihr fixes Gehalt als Zahnarzt, da Sie in dieser Zeit keine UmsĂ€tze erbringen. Bei einer mehrwöchigen Auszeit und einer monatlichen Umsatzbeteiligung sinkt Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt, da Sie in diesem Fall kaum Chancen haben, UmsatzausfĂ€lle auszugleichen.

Wenn ein vierwöchiger Urlaub jeweils zur HĂ€lfte in zwei aufeinanderfolgende Monate fĂ€llt, mĂŒssen Sie dann damit rechnen, dass Sie in beiden Monaten nur Ihr fixes Gehalt als angestellter Zahnarzt erhalten, da Sie die vereinbarte Umsatzschwelle nicht erreichen.

Bei lĂ€ngerfristig kalkulierten Umsatzbeteiligungen wird die Höhe der Umsatzschwelle natĂŒrlich entsprechend angepasst.

Andererseits kann es gesetzliche Regelungen fĂŒr den Urlaub, fĂŒr die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder fĂŒr Schwangerschaft und Mutterschutz geben, das Gehalt fĂŒr solche Ausfallzeiten anhand der DurchschnittseinkĂŒnfte der vergangenen drei Monate zu kalkulieren.

In diesem Fall fließe somit eventuell auch die Umsatzbeteiligung in Ihr Gehalt als Zahnarzt fĂŒr solche Ausfallzeiten ein. Dieser Umstand spricht dafĂŒr, eine monatliche oder maximal quartalsweise Umsatzbeteiligung fĂŒr Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt zu verhandeln.

Zahnarzt-Verdienst: Einflussfaktoren Standort, Berufserfahrung, Praxis oder Klinik

Einfluss auf Ihr Gehalt als Vorbereitungsassistent und Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt hat auch, ob Sie in einer Großstadt, einer kleineren Ortschaft oder auf dem Land tĂ€tig sind oder tĂ€tig werden wollen.

Eine stichprobenartige Umfrage der Zahnarzt-Initiative Dentista e. V. aus dem Jahr 2015 weist zudem die Gehaltszufriedenheit von jungen ZahnĂ€rztinnen und ZahnĂ€rzten in Deutschland aus. Besonders zufrieden mit ihrem Verdienst als Zahnarzt sind demnach vor allem Zahnmediziner, die auf dem Land oder in der Kleinstadt eine Anstellung gefunden haben. In GroßstĂ€dten hielten sich Zufriedenheit und Unzufriedenheit der ZahnĂ€rzte mit ihren GehĂ€ltern dagegen ungefĂ€hr die Waage.

  • ZahnĂ€rztinnen sind laut dieser Studie im Schnitt mit ihrem Verdienst als Zahnarzt etwas unzufriedener als ihre mĂ€nnlichen Kollegen.

Ungerecht sei die Gehaltsverteilung zwischen den Geschlechtern vor allem bei den Vorbereitungsassistenten: Das Gehalt als Vorbereitungsassistent betrÀgt standortunabhÀngig im bundesdeutschen Durchschnitt rund 3.500 Euro brutto. Falls zu diesem fixen Gehalt als Vorbereitungsassistent auch eine Umsatzbeteiligung kommt, liegt diese ebenso wie bei angestellten ZahnÀrzten unmittelbar nach der Assistenz meist bei 20 bis 25 Prozent.

Gezahlt wird sie ab einer Umsatzschwelle zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Das durchschnittliche fixe Gehalt als Vorbereitungsassistent fĂŒr Frauen betrĂ€gt jedoch nur 2.500 Euro und ist damit um 1.000 Euro niedriger als bei den MĂ€nnern.

Besser bezahlt werden Vorbereitungsassistenten und junge angestellte ZahnÀrzte, die nicht in einer privaten Praxis, sondern in einer Klinik tÀtig sind.

UniversitĂ€tskliniken schneiden hier am besten ab. So betrĂ€gt das Gehalt als Vorbereitungsassistent hier ebenso wie fĂŒr andere AssistenzĂ€rzte etwa 4.400 Euro brutto. Das Gehalt als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz liegt anfangs bei 5.500 Euro brutto. Zudem ist die Gehaltsentwicklung an den Kliniken transparent und tarifvertraglich geregelt - jedoch sollte bereits im Vorfeld bedacht werden, dass die langfristigen Karriereperspektiven in einer Zahnarztpraxis meistens deutlich attraktiver sind als in einer UniversitĂ€tsklinik.

Der Verdienst als Zahnarzt: abhÀngig vom persönlichen Verhandlungsgeschickt

Im individuellen Fall können das Gehalt als Zahnarzt und auch das Gehalt als Vorbereitungsassistent somit sehr unterschiedlich sein, da das Gehalt in besonderem Maße vom individuellen Verhandlungsgeschick abhĂ€ngig ist ("Fluch und Segen" zugleich).

Das Portal gehaltsvergleich.de weist fĂŒr das monatliche Gehalt als angestellter Zahnarzt auf einer Vollzeitstelle eine Spanne zwischen 2.900 und knapp 10.000 Euro brutto aus. Das jĂ€hrliche Gehalt als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz liegt anfangs bei etwa 50.000 Euro.

Auch diese Spanne zeigt deutlich, dass die Erhebungen fĂŒr das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt nicht transparent und nicht vollstĂ€ndig sind. Um den ZahnĂ€rzten und Zahnarztpraxen bei dem wichtigen Thema der fairen Gehaltsfestlegung zukĂŒnftig noch mehr UnterstĂŒtzung zu bieten, veröffentlichen wir als Deutscher Zahnarzt Service und Personalexperte regelmĂ€ĂŸig neue Gehaltsstudien.

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