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Das Gehalt als angestellter Zahnarzt und Vorbereitungsassistent

von Alexander Bongartz
Lesezeit: ca. 13 Min. | Beitrag vom


Das Studium der Zahnmedizin ist zeit- und kostenintensiv. Im Gegenzug können Absolventen jedoch mit einem attraktiven Zahnarzt-Gehalt rechnen.

Allerdings richtet sich das Zahnarzt-Gehalt nach der pers√∂nlichen Berufserfahrung. Auch einige weitere Faktoren spielen f√ľr das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt eine wesentliche Rolle.

Gehalt als Vorbereitungsassistent und Gehalt als angestellter Zahnarzt

  • Verschiedene Verg√ľtungsmodelle m√∂glich
  • Fixes Gehalt mit oder ohne Umsatzbeteiligung

Frischgebackene Zahnärzte befinden sich in einer komfortablen Situation. Sie können direkt nach dem Studium als angestellter Zahnarzt bzw. als Vorbereitungsassistent in einer Zahnarztpraxis tätig werden.

Ein Berufseinstieg als Arzt im Praktikum ist f√ľr Zahnmediziner nicht vorgesehen. Absolventen der Zahnmedizin k√∂nnen sich somit direkt bei einer Praxis oder einer Klinik ihrer Wahl bewerben und ihre Karriere als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent starten. Um eine Zulassung als Vertragszahnarzt der Krankenkassen zu erlangen, m√ľssen sie allerdings trotzdem noch Berufserfahrung sammeln. Hierf√ľr ist eine mindestens zwei- und h√∂chstens vierj√§hrige Zeit (abh√§ngig von Teil- oder Vollzeitt√§tigkeiten) als Vorbereitungsassistent erforderlich.

Zahnärztliche Vorbereitungsassistenten lernen die praktische Seite ihres Berufes an der Seite von erfahrenen Kollegen kennen. Schon während ihrer Assistenzzeit sind sie jedoch in vollem Umfang als Zahnarzt tätig.

Auch Vorbereitungsassistenten beziehen folglich ein Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent. Die weitaus meisten frisch approbierten Zahn√§rzte beginnen ihre Karriere in einer Praxis. Ihr Verdienst als Zahnarzt richtet sich unter anderem nach der Komplexit√§t der Aufgaben und F√§lle, die sie √ľbernehmen k√∂nnen. Im Verlauf der Assistenzzeit und nat√ľrlich auch danach steigt ihr Zahnarzt-Gehalt allm√§hlich an.

F√ľr das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt sind verschiedene Verg√ľtungsmodelle m√∂glich, die Einfluss darauf haben, wie hoch das Zahnarzt-Gehalt am Ende insgesamt wirklich ausf√§llt.

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Zahnarzt-Gehalt steigt schon f√ľr Assistenten kontinuierlich an

Angestellte Zahnmediziner besitzen im Hinblick auf ihr Zahnarzt-Gehalt den gleichen Status wie alle anderen angestellten Arbeitnehmer.

F√ľr ihre Arbeit beziehen sie ein Bruttogehalt, von dem Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. An den Sozialversicherungsbeitr√§gen beteiligt sich im gesetzlich festgelegten Umfang nat√ľrlich auch der Arbeitgeber.

  • Durchschnittliches Gehalt f√ľr Vorbereitungsassistenten = ca. 2.500 ‚ā¨/Monat (Brutto)
  • Pro Halbjahr Anstieg um rund 250 ‚ā¨ (Brutto)

Allerdings gehören angestellte Zahnärzte in ihren ersten Berufsjahren keineswegs zu den Großverdienern.

Das durchschnittliche Zahnarzt-Gehalt f√ľr Vorbereitungsassistenten liegt bei rund 2.500 Euro monatlich (alle folgenden Gehaltszahlen beziehen sich auf eine Anstellung in Vollzeit). Netto bel√§uft sich das Gehalt als Zahnarzt in der Assistenz anfangs sich somit auf etwa 1.650 Euro (abh√§ngig von der eigenen Steuerklasse). Jedoch steigt das Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent schon w√§hrend der Assistenzzeit relativ kontinuierlich und in akzeptabler H√∂he an.

Pro Halbjahr wächst das Gehalt als Vorbereitungsassistenz im Schnitt um 250 Euro brutto.

Verdienst_Gehalt_Zahnarzt_Vorbereitungsassistent
Das Gehalt als Zahnarzt oder Vorbereitungsassistent

Gehalt als Vorbereitungsassistent: Festes Einkommen f√ľr den Einstieg?

  • Gehalt bei Abschluss der Assistenzzeit = ca. 3.500 ‚ā¨/Monat (Brutto)
  • Gehalt als angestellter Zahnarzt nach 3 Jahren Berufserfahrung = ca. 5.600 ‚ā¨/Monat (Brutto)

F√ľr das Gehalt als angestellter Zahnarzt haben sich zwei unterschiedliche Verg√ľtungsmodelle eingeb√ľrgert. Arbeitgeber bieten ihren zahn√§rztlichen Mitarbeitern entweder ein fixes Zahnarzt-Gehalt oder eine Kombination aus fixem Zahnarzt-Gehalt und Umsatzbeteiligung an.

Oft gibt es die M√∂glichkeit, die Variante, die f√ľr den eigenen Verdienst als Zahnarzt gelten soll, im Einstellungsgespr√§ch mit dem Arbeitgeber zu verhandeln oder f√ľr die Zukunft fr√ľhzeitig zu planen.

Berufseinsteiger sind zunächst oft an einem fixen Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. an einem festen Gehalt als Vorbereitungsassistent interessiert. Ihr Verdienst als Zahnarzt ist hierdurch sicher planbar und hängt nicht von ihrem Beitrag zu den Umsätzen und zum Gewinn der Praxis ab.

Ein fest vereinbartes Gehalt als Zahnarzt trägt auch dazu bei, dass frisch gebackene Zahnärzte ihre Berufserfahrung ohne Zeit- und Umsatzdruck erweitern können.

Durch das fixe Zahnarzt-Gehalt haben sie die M√∂glichkeit, sich f√ľr jeden einzelnen Patienten gen√ľgend Zeit zu nehmen und vom Wissen ihrer bereits erfahrenen Kollegen intensiv zu profitieren. Als Faustregel f√ľr ein festes Gehalt als Vorbereitungsassistent kann gelten, dass sich die monatliche Verg√ľtung auf mindestens 2.500 Euro (Brutto), also das Durchschnittsgehalt angehender Zahn√§rzte, belaufen sollte. Wir sammeln zudem in unserer t√§glichen Arbeit als Personalvermittlung f√ľr Zahn√§rzte die Erfahrung, dass die konkrete H√∂he auch wesentlich vom Standort der jeweiligen Praxis und der damit verbundenen Standortvorteile abh√§ngt.

Nach dem Abschluss der Assistenz steigt auch das Gehalt als angestellter Zahnarzt deutlich an.

Eine aktuelle, erste Erhebung weist f√ľr das Zahnarzt-Gehalt allerdings relativ gro√üe Unterschiede aus. Die Untergrenze f√ľr den Verdienst als Zahnarzt liegt bei "nur" ca. 3.500 Euro (Brutto) monatlich, Spitzenverdiener erzielen nach einer zweij√§hrigen Assistenz und einem weiteren zahn√§rztlichen Berufsjahr einen Verdienst als Zahnarzt von etwa 5.600 Euro (Brutto).

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Zahnarzt-Gehalt mit Umsatzbeteiligung

  • Umsatzbeteiligungen sind √ľblich
  • Viele verschiedene Gestaltungen der Umsatzbeteiligung

Die zweite Variante f√ľr das Gehalt als Zahnarzt ist die Kombination aus einem festen Zahnarzt-Gehalt und einer leistungsabh√§ngigen Umsatzbeteiligung. Zum Teil wird bereits das Gehalt als Vorbereitungsassistent nach diesem Modell gestaltet. Der Verdienst als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz enth√§lt im Regelfall sp√§testens ab dem zweiten Jahr eine umsatzabh√§ngige Komponente.

Wenn das Gehalt als Vorbereitungsassistent oder das Gehalt als Zahnarzt nach der Assistenz eine Umsatzbeteiligung enthalt, richtet sich deren Höhe nach dem persönlichen Beitrag zum Gesamthonorar der Praxis.

Das Gehalt als Zahnarzt h√§ngt bei diesem Verg√ľtungsmodell somit von der eigenen Leistung und Entwicklung ab. In das Zahnarzt-Gehalt flie√üen dann oft sowohl die Dauer der einzelnen Behandlungsschritte als auch der Schwierigkeitsgrad und die Komplexit√§t der zahn√§rztlichen Behandlungen, aber auch die Auslastung der Zahnarztpraxis ein (auch weitere Variablen wie z.B. "weiche" Faktoren sind hierbei m√∂glich).

  • Finanzielle Sicherheit muss gew√§hrleistet bleiben!

F√ľr finanzielle Sicherheit sorgt auch bei einem umsatzabh√§ngigen Gehalt als Zahnarzt eine fest vereinbarte (niedrige) Grundverg√ľtung.

Das feste Gehalt als Zahnarzt ist ein Mindesteinkommen, das bei angestellten Zahn√§rzten nach dem Abschluss der Assistenzzeit bei durchschnittlich 3.500 Euro Brutto liegt. Als Umsatzbeteiligung f√ľr ihr Gehalt als Zahnarzt erhalten angestellte Zahn√§rzte meist 15-25 Prozent des Honorars, das sie selbst erwirtschaftet haben.

Wichtig (!) hierbei ist, darauf zu achten, dass nicht die reine Prozentangabe relevant ist, sondern immer darauf geachtet werden muss, auf was sich z.B. diese 15-25 % beziehen und wie viel Umsatz Sie √ľberhaupt monatlich erwirtschaften k√∂nnen.

In einer Praxis, in der der Inhaber die gr√∂√üeren Behandlungen selbst durchf√ľhrt, sollte dies bei der gemeinsamen Festlegung der Ziele bereits im Vorfeld ber√ľcksichtigt werden, damit das Verg√ľtungsmodell transparent aufgestellt ist und im Laufe der Zusammenarbeit keine Unzufriedenheit durch falsche Erwartungen entsteht. Nur so ist eine faire Verg√ľtungsregelung sowohl f√ľr den Praxisinhaber als auch f√ľr den angestellten Zahnarzt gegeben, sodass einer langfristigen, erfolgreichen Zusammenarbeit nichts mehr im Wege steht und alle Behandler sich auf das Wichtigste, das Patientenwohl, konzentrieren k√∂nnen. Die Umsatzbeteiligung f√ľr den Verdienst als Zahnarzt wird meistens erst ab einer bestimmten Honorarh√∂he gew√§hrt, die im Arbeitsvertrag vereinbart wird. In manchen F√§llen existiert auch ein Stufenmodell, bei dem die Prozents√§tze abh√§ngig von der Umsatzh√∂he variieren.

Wie funktioniert Umsatzbeteilung f√ľr angestellten Zahnarzt?

  • Verschiedene Kombinationsm√∂glichkeiten Umsatzbeteiligung + fixes Gehalt

Wie die Kombination aus Umsatzbeteiligung und fixem Gehalt als angestellter Zahnarzt funktioniert, verdeutlicht das folgende Rechenbeispiel (mit beispielhaften Zahlen):

  • Der fest vereinbarte Verdienst als angestellter Zahnarzt bel√§uft sich auf 3.500 Euro Brutto.
  • Eine Umsatzbeteiligung in H√∂he von z.B. 25 Prozent am Verdienst als Zahnarzt wird in diesem Beispiel ab einem selbst erwirtschafteten Honorar von 14.000 Euro ausgezahlt. Wenn das Honorar diese Grenze √ľberschreitet, erh√§lt der Zahnarzt von jedem zus√§tzlich erarbeiteten 0,25 Euro.
  • Wenn sich die selbst erwirtschafteten Honorare im vergangenen Monat auf z.B. 20.000 Euro belaufen, wird auf 6.000 Euro (= 20.000 - 14.000 Euro) die 25-prozentige Umsatzbeteiligung gew√§hrt. Diese betr√§gt somit 1.500 Euro und komplettiert den Verdienst als Zahnarzt.
  • Das komplette Gehalt als Zahnarzt betr√§gt monatlich somit 5.000 Euro Brutto (3.500 Euro Grundverg√ľtung + 1.500 Euro Umsatzbeteiligung)

Aus Sicht des Arbeitnehmers ist das Gehalt als angestellter Zahnarzt bestm√∂glich, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine m√∂glichst hohe Grundverg√ľtung und eine m√∂glichst geringe Umsatzschwelle vorsieht. Vor allem, wenn Sie bereits √ľber Berufserfahrung verf√ľgen, haben Sie auch bei der Festlegung der prozentualen Beteiligung Verhandlungsspielraum.

Das folgende Beispiel verdeutlicht, welchen Einfluss ein gut verhandelter Vertrag auf Ihren Verdienst als angestellter Zahnarzt mit entsprechender Berufserfahrung hat:

  • Das feste Gehalt als Zahnarzt bel√§uft sich in diesem Fallbeispiel auf 4.500 Euro (Brutto).
  • Die prozentuale H√∂he der Umsatzbeteiligung liegt nicht mehr bei 25, sondern bei z.B. hohen 30 Prozent, die dann zum Verdienst als Zahnarzt z√§hlt.
  • Eine Umsatzbeteiligung erh√§lt dieser Zahnarzt bereits ab einer Umsatzschwelle von 11.000 Euro.
  • Bei einem selbst erwirtschafteten Honorar von 20.000 Euro wird somit auf 9.000 Euro (= 20.000 - 11.000 Euro) eine Umsatzbeteiligung gew√§hrt. Diese betr√§gt 2.700 Euro.
  • Das gesamte Gehalt als angestellter Zahnarzt mit Berufserfahrung liegt in diesem Beispiel bei 7.200 Euro Brutto (4.500 Euro Grundverg√ľtung + 2.700 Euro Umsatzbeteiligung).

Hohes Zahnarzt-Gehalt durch Umsatzbeteiligung: Erst ab Mindesthonorar

Ein Gehalt als Zahnarzt mit Umsatzbeteiligung ist - gute Vertragskonditionen und ausreichende Ums√§tze vorausgesetzt - somit ein sehr attraktives Verg√ľtungsmodell, von dem sowohl der angestellte Zahnarzt als auch die Praxis profitieren.

Statistiken belegen allerdings, dass angestellte Zahn√§rzte durch prozentuale Umsatzbeteiligungen ihr Einkommen erst ab einer individuell erwirtschafteten Honorarh√∂he sp√ľrbar steigern k√∂nnen.

Auf das Gehalt als Vorbereitungsassistent haben sie folglich, wenn √ľberhaupt, nur einen geringen Einfluss. Bei Honoraren bis zu 15.000 Euro liegt das durchschnittliche Gehalt als Vorbereitungsassistent, aber auch das Gehalt als angestellter Zahnarzt unabh√§ngig von der konkreten Umsatzh√∂he im Schnitt bei maximal 3.500 Euro. Diese Daten weisen aus, dass bei diesen Vertr√§gen entweder keine Umsatzbeteiligung vorgesehen ist oder die angestellten Zahn√§rzte nicht in der Lage sind, gehaltsrelevante Ums√§tze zu erzielen.

Hier spielen nicht nur die eigene Leistung, sondern auch verschiedene andere Faktoren eine Rolle: M√∂glicherweise √ľbernehmen der Praxisinhaber oder seit langem in der Praxis etablierte Zahn√§rzte besonders interessante - und auch lukrative - F√§lle selbst, obwohl auch ihre j√ľngeren Kollegen √ľber die entsprechende Kompetenz sowie die zeitliche Kapazit√§t daf√ľr verf√ľgen.

Ebenso hat die Versicherungsstruktur der eigenen Patienten Einfluss auf die Höhe der Umsatzbeteiligung und damit auf den Verdienst als Zahnarzt.

Ab pers√∂nlich erwirtschafteten Honoraren in H√∂he von 15.000 Euro steigt das Zahnarzt-Gehalt dagegen kontinuierlich an. Bei Honoraren von 20.000 Euro betr√§gt das durchschnittliche Gehalt als Zahnarzt etwa 5.000 Euro brutto. Wenn das pers√∂nlich erwirtschaftete Honorar bei 30.000 Euro liegt, √ľberschreitet der Verdienst als Zahnarzt im Schnitt die Marke von 7.000 Euro brutto.

Die Gesamtrelation von Gehalt und Honorar liefert unter anderem ein eindeutiges Argument daf√ľr, eine zahn√§rztliche Karriere zun√§chst mit einem festen Gehalt als Vorbereitungsassistent und danach mit einem fixen Gehalt als angestellter Zahnarzt zu beginnen. Eine Umsatzbeteiligung als Gehaltsbestandteil wird demgegen√ľber erst etwas sp√§ter mit steigender Berufserfahrung attraktiv.

Was Sie au√üerdem √ľber Umsatzbeteiligung wissen sollten

F√ľr Ihren Verdienst als Zahnarzt mit Umsatzbeteiligung und Ihre finanzielle Planung ist auch der Zeitraum relevant, f√ľr den die Umsatzbeteiligung kalkuliert wird.

  • Der leistungsabh√§ngige Bestandteil f√ľr Ihr Gehalt als Zahnarzt kann monatlich, quartalsweise oder pro Jahr berechnet werden.

Eine monatliche Kalkulation ist hier nicht unbedingt die g√ľnstigste Variante. Beispielsweise erhalten Sie ggf. als Urlaubsverg√ľtung nur Ihr fixes Gehalt als Zahnarzt, da Sie in dieser Zeit keine Ums√§tze erbringen. Bei einer mehrw√∂chigen Auszeit und einer monatlichen Umsatzbeteiligung sinkt Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt, da Sie in diesem Fall kaum Chancen haben, Umsatzausf√§lle auszugleichen.

Wenn ein vierw√∂chiger Urlaub jeweils zur H√§lfte in zwei aufeinanderfolgende Monate f√§llt, m√ľssen Sie dann damit rechnen, dass Sie in beiden Monaten nur Ihr fixes Gehalt als angestellter Zahnarzt erhalten, da Sie die vereinbarte Umsatzschwelle nicht erreichen.

Bei l√§ngerfristig kalkulierten Umsatzbeteiligungen wird die H√∂he der Umsatzschwelle nat√ľrlich entsprechend angepasst.

Andererseits kann es gesetzliche Regelungen f√ľr den Urlaub, f√ľr die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder f√ľr Schwangerschaft und Mutterschutz geben, das Gehalt f√ľr solche Ausfallzeiten anhand der Durchschnittseink√ľnfte der vergangenen drei Monate zu kalkulieren.

In diesem Fall flie√üe somit eventuell auch die Umsatzbeteiligung in Ihr Gehalt als Zahnarzt f√ľr solche Ausfallzeiten ein. Dieser Umstand spricht daf√ľr, eine monatliche oder maximal quartalsweise Umsatzbeteiligung f√ľr Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt zu verhandeln.

Zahnarzt-Verdienst: Einflussfaktoren Standort, Berufserfahrung, Praxis oder Klinik

Einfluss auf Ihr Gehalt als Vorbereitungsassistent und Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt hat auch, ob Sie in einer Großstadt, einer kleineren Ortschaft oder auf dem Land tätig sind oder tätig werden wollen.

Eine stichprobenartige Umfrage der Zahnarzt-Initiative Dentista e. V. aus dem Jahr 2015 weist zudem die Gehaltszufriedenheit von jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten in Deutschland aus. Besonders zufrieden mit ihrem Verdienst als Zahnarzt sind demnach vor allem Zahnmediziner, die auf dem Land oder in der Kleinstadt eine Anstellung gefunden haben. In Großstädten hielten sich Zufriedenheit und Unzufriedenheit der Zahnärzte mit ihren Gehältern dagegen ungefähr die Waage.

  • Zahn√§rztinnen sind laut dieser Studie im Schnitt mit ihrem Verdienst als Zahnarzt etwas unzufriedener als ihre m√§nnlichen Kollegen.

Ungerecht sei die Gehaltsverteilung zwischen den Geschlechtern vor allem bei den Vorbereitungsassistenten: Das Gehalt als Vorbereitungsassistent beträgt standortunabhängig im bundesdeutschen Durchschnitt rund 3.500 Euro brutto. Falls zu diesem fixen Gehalt als Vorbereitungsassistent auch eine Umsatzbeteiligung kommt, liegt diese ebenso wie bei angestellten Zahnärzten unmittelbar nach der Assistenz meist bei 20 bis 25 Prozent.

Gezahlt wird sie ab einer Umsatzschwelle zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Das durchschnittliche fixe Gehalt als Vorbereitungsassistent f√ľr Frauen betr√§gt jedoch nur 2.500 Euro und ist damit um 1.000 Euro niedriger als bei den M√§nnern.

Besser bezahlt werden Vorbereitungsassistenten und junge angestellte Zahnärzte, die nicht in einer privaten Praxis, sondern in einer Klinik tätig sind.

Universit√§tskliniken schneiden hier am besten ab. So betr√§gt das Gehalt als Vorbereitungsassistent hier ebenso wie f√ľr andere Assistenz√§rzte etwa 4.400 Euro brutto. Das Gehalt als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz liegt anfangs bei 5.500 Euro brutto. Zudem ist die Gehaltsentwicklung an den Kliniken transparent und tarifvertraglich geregelt - jedoch sollte bereits im Vorfeld bedacht werden, dass die langfristigen Karriereperspektiven in einer Zahnarztpraxis meistens deutlich attraktiver sind als in einer Universit√§tsklinik.

Der Verdienst als Zahnarzt: abhängig vom persönlichen Verhandlungsgeschickt

Im individuellen Fall können das Gehalt als Zahnarzt und auch das Gehalt als Vorbereitungsassistent somit sehr unterschiedlich sein, da das Gehalt in besonderem Maße vom individuellen Verhandlungsgeschick abhängig ist ("Fluch und Segen" zugleich).

Das Portal gehaltsvergleich.de weist f√ľr das monatliche Gehalt als angestellter Zahnarzt auf einer Vollzeitstelle eine Spanne zwischen 2.900 und knapp 10.000 Euro brutto aus. Das j√§hrliche Gehalt als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz liegt anfangs bei etwa 50.000 Euro.

Auch diese Spanne zeigt deutlich, dass die Erhebungen f√ľr das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt nicht transparent und nicht vollst√§ndig sind. Um den Zahn√§rzten und Zahnarztpraxen bei dem wichtigen Thema der fairen Gehaltsfestlegung zuk√ľnftig noch mehr Unterst√ľtzung zu bieten, ver√∂ffentlichen wir als Deutscher Zahnarzt Service und Personalexperte regelm√§√üig neue Gehaltsstudien.

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