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Das Gehalt als angestellter Zahnarzt und Vorbereitungsassistent

Alexander Bongartz von Alexander Bongartz
Lesezeit: ca. 15 Min. | Beitrag vom :

Inhaltsverzeichnis:


Das Studium der Zahnmedizin ist zeit- und kostenintensiv. Im Gegenzug können Absolventen jedoch mit einem attraktiven Zahnarzt-Gehalt rechnen.

Allerdings richtet sich das Zahnarzt-Gehalt nach der persönlichen Berufserfahrung. Auch einige weitere Faktoren spielen für das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt eine wesentliche Rolle.

Vergütungsmodelle bei Zahnärzten

  • Es sind verschiedene Vergütungsmodelle möglich
  • Am häufigsten: fixes Gehalt mit oder ohne Umsatzbeteiligung

Frischgebackene Zahnärzte befinden sich in einer komfortablen Situation. Sie können direkt nach dem Studium als angestellter Zahnarzt bzw. als Vorbereitungsassistent in einer Zahnarztpraxis tätig werden.

Ein Berufseinstieg als Arzt im Praktikum ist für Zahnmediziner nicht vorgesehen. Absolventen der Zahnmedizin können sich somit direkt bei einer Praxis oder einer Klinik ihrer Wahl bewerben und ihre Karriere als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent starten. Um eine Zulassung als Vertragszahnarzt der Krankenkassen zu erlangen, müssen sie allerdings trotzdem noch Berufserfahrung sammeln. Hierfür ist eine mindestens zwei- und höchstens vierjährige Zeit (abhängig von Teil- oder Vollzeittätigkeiten) als Vorbereitungsassistent erforderlich.

Zahnärztliche Vorbereitungsassistenten lernen die praktische Seite ihres Berufes an der Seite von erfahrenen Kollegen kennen. Schon während ihrer Assistenzzeit sind sie jedoch in vollem Umfang als Zahnarzt tätig.

Auch Vorbereitungsassistenten beziehen folglich ein Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent. Die weitaus meisten frisch approbierten Zahnärzte beginnen ihre Karriere in einer Praxis. Ihr Verdienst als Zahnarzt richtet sich unter anderem nach der Komplexität der Aufgaben und Fälle, die sie übernehmen können. Im Verlauf der Assistenzzeit und natürlich auch danach steigt ihr Zahnarzt-Gehalt allmählich an.

Gehaltsmodelle für Zahnärzte

Für das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt sind verschiedene Vergütungsmodelle möglich, die Einfluss darauf haben, wie hoch das Zahnarzt-Gehalt am Ende insgesamt wirklich ausfällt. Hier sind insbesondere zwei Varianten zu nennen:

  • fixes Gehalt
  • Kombination aus einem festen Zahnarzt-Gehalt und einer leistungsabhängigen Umsatzbeteiligung

In den folgenden Grafiken können Sie die Verteilung der Verdienstmodelle bei Zahnärtzen und Vorbereitungsmodellen erkennen:

Verteilung Gehalt Umsatzbeteiligung Zahnaerzte Verteilung Umsatzbeteiligung Fixgehalt Vorbereitungsassistenten

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Das Gehalt als Vorbereitungsassistent

Angestellte Zahnmediziner besitzen im Hinblick auf ihr Zahnarzt-Gehalt den gleichen Status wie alle anderen angestellten Arbeitnehmer.

Für ihre Arbeit beziehen sie ein Bruttogehalt, von dem Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. An den Sozialversicherungsbeiträgen beteiligt sich im gesetzlich festgelegten Umfang natürlich auch der Arbeitgeber.

  • Durchschnittliches Gehalt für Vorbereitungsassistenten = ca. 2.500 €/Monat (Brutto)
  • Pro Halbjahr Anstieg um rund 250 € (Brutto)

Allerdings gehören angestellte Zahnärzte in ihren ersten Berufsjahren keineswegs zu den Großverdienern. Insbesondere in der Probezeit muss mit einem geringeren Gehalt gerechnet werden.

Das durchschnittliche Zahnarzt-Gehalt für Vorbereitungsassistenten liegt bei rund 2.500 Euro monatlich (alle folgenden Gehaltszahlen beziehen sich auf eine Anstellung in Vollzeit). Netto beläuft sich das Gehalt als Zahnarzt in der Assistenz anfangs sich somit auf etwa 1.650 Euro (abhängig von der eigenen Steuerklasse). Jedoch steigt das Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. Vorbereitungsassistent schon während der Assistenzzeit relativ kontinuierlich und in akzeptabler Höhe an.

Pro Halbjahr wächst das Gehalt als Vorbereitungsassistenz im Schnitt um 250 Euro brutto.

Grafik - Gehaltsübersicht für Zahnärzte und Vorbereitungsassistenten
Das Gehalt eines Zahnartzes wächst kontinuierlich mit seiner Erfahrung

Festes Einkommen für den Einstieg ins Berufsleben?

  • Gehalt bei Abschluss der Assistenzzeit = ca. 3.500 €/Monat (Brutto)
  • Gehalt als angestellter Zahnarzt nach 3 Jahren Berufserfahrung = ca. 5.600 €/Monat (Brutto)

Für das Gehalt als angestellter Zahnarzt haben sich wie erwähnt zwei unterschiedliche Vergütungsmodelle eingebürgert. Arbeitgeber bieten ihren zahnärztlichen Mitarbeitern entweder ein fixes Zahnarzt-Gehalt oder eine Kombination aus fixem Zahnarzt-Gehalt und Umsatzbeteiligung an.

Oft gibt es die Möglichkeit, die Variante, die für den eigenen Verdienst als Zahnarzt gelten soll, im Einstellungsgespräch mit dem Arbeitgeber zu verhandeln oder für die Zukunft frühzeitig zu planen.

Berufseinsteiger sind zunächst oft an einem fixen Gehalt als angestellter Zahnarzt bzw. an einem festen Gehalt als Vorbereitungsassistent interessiert. Ihr Verdienst als Zahnarzt ist hierdurch sicher planbar und hängt nicht von ihrem Beitrag zu den Umsätzen und zum Gewinn der Praxis ab.

Ein fest vereinbartes Gehalt als Zahnarzt trägt auch dazu bei, dass frisch gebackene Zahnärzte ihre Berufserfahrung ohne Zeit- und Umsatzdruck erweitern können.

Durch das fixe Zahnarzt-Gehalt haben sie die Möglichkeit, sich für jeden einzelnen Patienten genügend Zeit zu nehmen und vom Wissen ihrer bereits erfahrenen Kollegen intensiv zu profitieren. Als Faustregel für ein festes Gehalt als Vorbereitungsassistent kann gelten, dass sich die monatliche Vergütung auf mindestens 2.500 Euro (Brutto), also das Durchschnittsgehalt angehender Zahnärzte, belaufen sollte. Wir sammeln zudem in unserer täglichen Arbeit als Personalvermittlung für Zahnärzte die Erfahrung, dass die konkrete Höhe auch wesentlich vom Standort der jeweiligen Praxis und der damit verbundenen Standortvorteile abhängt.

Nach dem Abschluss der Assistenz steigt auch das Gehalt als angestellter Zahnarzt deutlich an.

Eine aktuelle, erste Erhebung weist für das Zahnarzt-Gehalt allerdings relativ große Unterschiede aus. Die Untergrenze für den Verdienst als Zahnarzt liegt bei "nur" ca. 3.500 Euro (Brutto) monatlich, Spitzenverdiener erzielen nach einer zweijährigen Assistenz und einem weiteren zahnärztlichen Berufsjahr einen Verdienst als Zahnarzt von etwa 5.600 Euro (Brutto).

Min. Fixum Ø Fixum Max. Fixum
Vorbereitungsassistent 1.750 € 2.900 € 3.500 €
Angestellter Zahnarzt 2.500 € 3.800 € 6.000 €
Spezialist (KFO, MKG- Chirurg, etc.) 2.750 € 4.820 € 9.000 €

Hinweis: Alle Gehaltsangaben beziehen sich auf den monatlichen Brutto-Wert. Quelle: eigene Erhebung.

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Das Gehalt als Zahnarzt (mit Umsatzbeteiligung)

  • Umsatzbeteiligungen sind üblich
  • Viele verschiedene Gestaltungen der Umsatzbeteiligung

Die zweite Variante für das Gehalt als Zahnarzt ist die Kombination aus einem festen Zahnarzt-Gehalt und einer leistungsabhängigen Umsatzbeteiligung. Zum Teil wird bereits das Gehalt als Vorbereitungsassistent nach diesem Modell gestaltet. Der Verdienst als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz enthält im Regelfall spätestens ab dem zweiten Jahr eine umsatzabhängige Komponente.

Wenn das Gehalt als Vorbereitungsassistent oder das Gehalt als Zahnarzt nach der Assistenz eine Umsatzbeteiligung enthält, richtet sich deren Höhe nach dem persönlichen Beitrag zum Gesamthonorar der Praxis.

Das Gehalt als Zahnarzt hängt bei diesem Vergütungsmodell somit von der eigenen Leistung und Entwicklung ab. In das Zahnarzt-Gehalt fließen dann oft sowohl die Dauer der einzelnen Behandlungsschritte als auch der Schwierigkeitsgrad und die Komplexität der zahnärztlichen Behandlungen, aber auch die Auslastung der Zahnarztpraxis ein (auch weitere Variablen wie z.B. "weiche" Faktoren sind hierbei möglich).

Wichtig: Die finanzielle Sicherheit muss gewährleistet bleiben!

Für finanzielle Sicherheit sorgt auch bei einem umsatzabhängigen Gehalt als Zahnarzt eine fest vereinbarte (niedrige) Grundvergütung.

Das feste Gehalt als Zahnarzt ist ein Mindesteinkommen, das bei angestellten Zahnärzten nach dem Abschluss der Assistenzzeit bei durchschnittlich 3.500 Euro Brutto liegt. Als Umsatzbeteiligung für ihr Gehalt als Zahnarzt erhalten angestellte Zahnärzte meist 15-25 Prozent des Honorars, das sie selbst erwirtschaftet haben.

Wichtig (!) hierbei ist, darauf zu achten, dass nicht die reine Prozentangabe relevant ist, sondern immer darauf geachtet werden muss, auf was sich z.B. diese 15-25 % beziehen und wie viel Umsatz Sie überhaupt monatlich erwirtschaften können.

In einer Praxis, in der der Inhaber die größeren Behandlungen selbst durchführt, sollte dies bei der gemeinsamen Festlegung der Ziele bereits im Vorfeld berücksichtigt werden, damit das Vergütungsmodell transparent aufgestellt ist und im Laufe der Zusammenarbeit keine Unzufriedenheit durch falsche Erwartungen entsteht. Nur so ist eine faire Vergütungsregelung sowohl für den Praxisinhaber als auch für den angestellten Zahnarzt gegeben, sodass einer langfristigen, erfolgreichen Zusammenarbeit nichts mehr im Wege steht und alle Behandler sich auf das Wichtigste, das Patientenwohl, konzentrieren können. Die Umsatzbeteiligung für den Verdienst als Zahnarzt wird meistens erst ab einer bestimmten Honorarhöhe gewährt, die im Arbeitsvertrag vereinbart wird. In manchen Fällen existiert auch ein Stufenmodell, bei dem die Prozentsätze abhängig von der Umsatzhöhe variieren.

Wie funktioniert die Umsatzbeteilung für den angestellten Zahnarzt?

Verschiedene Kombinationsmöglichkeiten Umsatzbeteiligung + fixes Gehalt

Wie die Kombination aus Umsatzbeteiligung und fixem Gehalt als angestellter Zahnarzt funktioniert, verdeutlicht das folgende Rechenbeispiel (mit beispielhaften Zahlen):

  • Der fest vereinbarte Verdienst als angestellter Zahnarzt beläuft sich auf 3.500 Euro Brutto.
  • Eine Umsatzbeteiligung in Höhe von z.B. 25 Prozent am Verdienst als Zahnarzt wird in diesem Beispiel ab einem selbst erwirtschafteten Honorar von 14.000 Euro ausgezahlt. Wenn das Honorar diese Grenze überschreitet, erhält der Zahnarzt von jedem zusätzlich erarbeiteten 0,25 Euro.
  • Wenn sich die selbst erwirtschafteten Honorare im vergangenen Monat auf z.B. 20.000 Euro belaufen, wird auf 6.000 Euro (= 20.000 - 14.000 Euro) die 25-prozentige Umsatzbeteiligung gewährt. Diese beträgt somit 1.500 Euro und komplettiert den Verdienst als Zahnarzt.
  • Das komplette Gehalt als Zahnarzt beträgt monatlich somit 5.000 Euro Brutto (3.500 Euro Grundvergütung + 1.500 Euro Umsatzbeteiligung).

Aus Sicht des Arbeitnehmers ist das Gehalt als angestellter Zahnarzt bestmöglich, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine möglichst hohe Grundvergütung und eine möglichst geringe Umsatzschwelle vorsieht. Vor allem, wenn Sie bereits über Berufserfahrung verfügen, haben Sie auch bei der Festlegung der prozentualen Beteiligung Verhandlungsspielraum.

Das folgende Beispiel verdeutlicht, welchen Einfluss ein gut verhandelter Vertrag auf Ihren Verdienst als angestellter Zahnarzt mit entsprechender Berufserfahrung hat:

  • Das feste Gehalt als Zahnarzt beläuft sich in diesem Fallbeispiel auf 4.500 Euro (Brutto).
  • Die prozentuale Höhe der Umsatzbeteiligung liegt nicht mehr bei 25, sondern bei z.B. hohen 30 Prozent, die dann zum Verdienst als Zahnarzt zählt.
  • Eine Umsatzbeteiligung erhält dieser Zahnarzt bereits ab einer Umsatzschwelle von 11.000 Euro.
  • Bei einem selbst erwirtschafteten Honorar von 20.000 Euro wird somit auf 9.000 Euro (= 20.000 - 11.000 Euro) eine Umsatzbeteiligung gewährt. Diese beträgt 2.700 Euro.
  • Das gesamte Gehalt als angestellter Zahnarzt mit Berufserfahrung liegt in diesem Beispiel bei 7.200 Euro Brutto (4.500 Euro Grundvergütung + 2.700 Euro Umsatzbeteiligung.

Hohes Zahnarzt-Gehalt durch Umsatzbeteiligung: Erst ab Mindesthonorar

Ein Gehalt als Zahnarzt mit Umsatzbeteiligung ist - gute Vertragskonditionen und ausreichende Umsätze vorausgesetzt - somit ein sehr attraktives Vergütungsmodell, von dem sowohl der angestellte Zahnarzt als auch die Praxis profitieren.

Statistiken belegen allerdings, dass angestellte Zahnärzte durch prozentuale Umsatzbeteiligungen ihr Einkommen erst ab einer individuell erwirtschafteten Honorarhöhe spürbar steigern können.

Auf das Gehalt als Vorbereitungsassistent haben sie folglich, wenn überhaupt, nur einen geringen Einfluss. Bei Honoraren bis zu 15.000 Euro liegt das durchschnittliche Gehalt als Vorbereitungsassistent, aber auch das Gehalt als angestellter Zahnarzt unabhängig von der konkreten Umsatzhöhe im Schnitt bei maximal 3.500 Euro. Diese Daten weisen aus, dass bei diesen Verträgen entweder keine Umsatzbeteiligung vorgesehen ist oder die angestellten Zahnärzte nicht in der Lage sind, gehaltsrelevante Umsätze zu erzielen.

Hier spielen nicht nur die eigene Leistung, sondern auch verschiedene andere Faktoren eine Rolle: Möglicherweise übernehmen der Praxisinhaber oder seit langem in der Praxis etablierte Zahnärzte besonders interessante - und auch lukrative - Fälle selbst, obwohl auch ihre jüngeren Kollegen über die entsprechende Kompetenz sowie die zeitliche Kapazität dafür verfügen.

Ebenso hat die Versicherungsstruktur der eigenen Patienten Einfluss auf die Höhe der Umsatzbeteiligung und damit auf den Verdienst als Zahnarzt.

Ab persönlich erwirtschafteten Honoraren in Höhe von 15.000 Euro steigt das Zahnarzt-Gehalt dagegen kontinuierlich an. Bei Honoraren von 20.000 Euro beträgt das durchschnittliche Gehalt als Zahnarzt etwa 5.000 Euro brutto. Wenn das persönlich erwirtschaftete Honorar bei 30.000 Euro liegt, überschreitet der Verdienst als Zahnarzt im Schnitt die Marke von 7.000 Euro brutto.

Die Gesamtrelation von Gehalt und Honorar liefert unter anderem ein eindeutiges Argument dafür, eine zahnärztliche Karriere zunächst mit einem festen Gehalt als Vorbereitungsassistent und danach mit einem fixen Gehalt als angestellter Zahnarzt zu beginnen. Eine Umsatzbeteiligung als Gehaltsbestandteil wird demgegenüber erst etwas später mit steigender Berufserfahrung attraktiv.

Honorarverteilungsvertrag: volles Budget für angestellter Zahnarzt?

Eine Gleichstellung des angestellten Zahnarztes mit dem niedergelassenen Zahnarzt führt häufig dazu, dass das volle Budget des Honorarverteilungsvertrags berücksichtigt werden kann. In jedem Fall sollte der Praxisinhaber sich aber bei seiner zuständigen KZV nach den Vergütungsmodalitäten erkundigen.

Berücksichtigt werden sollte außerdem, dass beim angestellten Zahnarzt nur das volle Budget nur in Anspruch genommen werden, wenn der Zahnarzt auch in Vollzeit tätig ist. Wann von einer Vollzeittätigkeit auszugehen ist, ist nicht immer klar definiert, deshalb gilt auch hier, dass sich der Praxisinhaber bei seiner KZV erkundigen sollte.

Die Höhe des Budgets kann folglich auch Auswirkungen auf das Gehalt und die sinvolle Höhe der Umsatzbeteilitung für den angestellten Zahnarzt haben. Dies sollte bei der Gehaltplanung deshalb berücksichtigt werden.

Eigene Datenerhebung: Höhe der Umsatzbeteiligung in der Zahnarztbranche

Eine entsprechende Umsatzbeteiligung addiert sich zum fixen Grundgehalt – abhängig vom eigenen Beitrag zum Praxishonorar. Hierzu wird oft eine Umsatzschwelle vereinbart, oberhalb derer ein bestimmter Prozentsatz des Umsatzes das Gehalt ergänzt.

Bedeutet: Zunächst muss die Umsatzschwelle erreicht werden. Alles, was darüber erwirtschaftet wird, löst die Umsatzbeteiligung aus und das Gehalt wird um das entsprechend des ausgehandelte Honorar ergänzt.

Unsere Auswertung hat hierbei die folgenden gängigen Umsatzschwellen und Umsatzbeteiligungs-Prozente ergeben:

Ø Umsatzschwelle Min. Prozent Ø Prozent Max. Prozent
Vorbereitungsassistent 8.000 € 10 % 18 % 27 %
Angestellter Zahnarzt 12.000 € 10 % 26 % 33 %
Spezialist (KFO, MKG- Chirurg, etc.) 11.000 € 23 % 26 % 33 %


Entsprechend des erwirtschafteten Honorars ergibt sich aus Fixum und Umsatzbeteiligung also das entsprechende Gehalt von Vorbereitungsassistenten, angestellten Zahnärzten sowie Fachzahnärzten bzw. spezialisierten Zahnärzten:

Min. Umsatz Ø-Umsatz Max. Umsatz Mindestgehalt Ø-Gehalt Max. Gehalt
Vorbereitungsassistent 8.000 € 10.000 € 12.000 € 2.900 € 3.260 € 3.620 €
Angestellter Zahnarzt 15.000 € 26.000 € 45.000 € 4.560 € 7.440 € 12.380 €
Spezialist (KFO, MKG- Chirurg, etc.) 30.000 € 38.000 € 50.000 € 9.760 € 11.840 € 14.960 €



Datengrundlagen für diese Auswertung sind in etwa 100 Gehaltsangaben von Zahnarztpraxen zur konkreten Zusammensetzung und Höhe des Gehalts für Vorbereitungsassistenten, angestellte Zahnärzte und spezialisierte Zahnärzte (m/w/d).

Was Sie außerdem über Umsatzbeteiligung wissen sollten

Für Ihren Verdienst als Zahnarzt mit Umsatzbeteiligung und Ihre finanzielle Planung ist auch der Zeitraum relevant, für den die Umsatzbeteiligung kalkuliert wird.

Der leistungsabhängige Bestandteil für Ihr Gehalt als Zahnarzt kann monatlich, quartalsweise oder pro Jahr berechnet werden.

Eine monatliche Kalkulation ist hier nicht unbedingt die günstigste Variante. Beispielsweise erhalten Sie ggf. als Urlaubsvergütung nur Ihr fixes Gehalt als Zahnarzt, da Sie in dieser Zeit keine Umsätze erbringen. Bei einer mehrwöchigen Auszeit und einer monatlichen Umsatzbeteiligung sinkt Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt, da Sie in diesem Fall kaum Chancen haben, Umsatzausfälle auszugleichen.

Wenn ein vierwöchiger Urlaub jeweils zur Hälfte in zwei aufeinanderfolgende Monate fällt, müssen Sie dann damit rechnen, dass Sie in beiden Monaten nur Ihr fixes Gehalt als angestellter Zahnarzt erhalten, da Sie die vereinbarte Umsatzschwelle nicht erreichen.

Bei längerfristig kalkulierten Umsatzbeteiligungen wird die Höhe der Umsatzschwelle natürlich entsprechend angepasst.

Andererseits kann es gesetzliche Regelungen für den Urlaub, für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder für Schwangerschaft und Mutterschutz geben, das Gehalt für solche Ausfallzeiten anhand der Durchschnittseinkünfte der vergangenen drei Monate zu kalkulieren.

In diesem Fall fließe somit eventuell auch die Umsatzbeteiligung in Ihr Gehalt als Zahnarzt für solche Ausfallzeiten ein. Dieser Umstand spricht dafür, eine monatliche oder maximal quartalsweise Umsatzbeteiligung für Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt zu verhandeln.

Einflussfaktoren: Standort, Berufserfahrung, Praxis oder Klinik

Einfluss auf Ihr Gehalt als Vorbereitungsassistent und Ihr Gehalt als angestellter Zahnarzt hat auch, ob Sie in einer Großstadt, einer kleineren Ortschaft oder auf dem Land tätig sind oder tätig werden wollen.

Eine stichprobenartige Umfrage der Zahnarzt-Initiative Dentista e. V. aus dem Jahr 2015 weist zudem die Gehaltszufriedenheit von jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten in Deutschland aus. Besonders zufrieden mit ihrem Verdienst als Zahnarzt sind demnach vor allem Zahnmediziner, die auf dem Land oder in der Kleinstadt eine Anstellung gefunden haben. In Großstädten hielten sich Zufriedenheit und Unzufriedenheit der Zahnärzte mit ihren Gehältern dagegen ungefähr die Waage.

Zahnärztinnen sind laut dieser Studie im Schnitt mit ihrem Verdienst als Zahnarzt etwas unzufriedener als ihre männlichen Kollegen.

Ungerecht sei die Gehaltsverteilung zwischen den Geschlechtern vor allem bei den Vorbereitungsassistenten: Das Gehalt als Vorbereitungsassistent beträgt standortunabhängig im bundesdeutschen Durchschnitt rund 3.500 Euro brutto. Falls zu diesem fixen Gehalt als Vorbereitungsassistent auch eine Umsatzbeteiligung kommt, liegt diese ebenso wie bei angestellten Zahnärzten unmittelbar nach der Assistenz meist bei 20 bis 25 Prozent.

Gezahlt wird sie ab einer Umsatzschwelle zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Das durchschnittliche fixe Gehalt als Vorbereitungsassistent für Frauen beträgt jedoch nur 2.500 Euro und ist damit um 1.000 Euro niedriger als bei den Männern.

Besser bezahlt werden Vorbereitungsassistenten und junge angestellte Zahnärzte, die nicht in einer privaten Praxis, sondern in einer Klinik tätig sind.

Universitätskliniken schneiden hier am besten ab. So beträgt das Gehalt als Vorbereitungsassistent hier ebenso wie für andere Assistenzärzte etwa 4.400 Euro brutto. Das Gehalt als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz liegt anfangs bei 5.500 Euro brutto. Zudem ist die Gehaltsentwicklung an den Kliniken transparent und tarifvertraglich geregelt - jedoch sollte bereits im Vorfeld bedacht werden, dass die langfristigen Karriereperspektiven in einer Zahnarztpraxis meistens deutlich attraktiver sind als in einer Universitätsklinik.

Das persönlichen Verhandlungsgeschickt

Im individuellen Fall können das Gehalt als Zahnarzt und auch das Gehalt als Vorbereitungsassistent somit sehr unterschiedlich sein, da das Gehalt in besonderem Maße vom individuellen Verhandlungsgeschick abhängig ist ("Fluch und Segen" zugleich).

Das Portal gehaltsvergleich.de weist für das monatliche Gehalt als angestellter Zahnarzt auf einer Vollzeitstelle eine Spanne zwischen 2.900 und knapp 10.000 Euro brutto aus. Das jährliche Gehalt als angestellter Zahnarzt nach der Assistenz liegt anfangs bei etwa 50.000 Euro.

Auch diese Spanne zeigt deutlich, dass die Erhebungen für das Gehalt als Vorbereitungsassistent und das Gehalt als angestellter Zahnarzt nicht transparent und nicht vollständig sind. Um den Zahnärzten und Zahnarztpraxen bei dem wichtigen Thema der fairen Gehaltsfestlegung zukünftig noch mehr Unterstützung zu bieten, veröffentlichen wir als Deutscher Zahnarzt Service und Personalexperte regelmäßig neue Gehaltsstudien.




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