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Wie werde ich Dentalhygienikerin?

Jennifer Schulte-Tickmann von Jennifer Schulte-Tickmann
Lesezeit: ca. 4 Min. | Beitrag vom :

Bild: Adobe Stock / Antonioguillem

Inhaltsverzeichnis:


Die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten ist erfolgreich abgeschlossen, die ersten Arbeitsjahre und Erfahrungen wurden gesammelt: Und jetzt? Für manche ZFA geht die berufliche Reise dann erstmal in Richtung Zahnmedizinischer Prophylaxeassistentin (ZMP) oder Zahnmedizinische Fachassistentin (ZMF), um die beruflichen Perspektiven auszubauen und höhere Qualifikationen zu erlangen. Aber selbst dann muss es mit der Karriereleiter in der Zahnarztpraxis noch nicht zu Ende sein. Ein nächster Schritt könnte die Fortbildung zur Dentalhygienikerin sein. Wir haben für euch einmal nachgeschaut und zusammengefasst, wie dieser Titel erlangt werden kann und welche Aufgaben auf eine Dentalhygienikerin zukommen.

Aufgaben & To-Dos: Was macht eine Dentalhygienikerin

Als Dentalhygienikerin liegt der Fokus auf der Parodontaltherapie. Die Arbeit erfolgt stets in enger Absprache mit dem behandelnden Zahnarzt, einzelne Arbeitsschritte können jedoch selbstständig durchgeführt werden. Dentalhygienikerinnen übernehmen vor allem die Aufklärung der Patienten, was das Thema Mundhygiene angeht. Sie geben Tipps für die tägliche Zahnpflege und tragen dazu bei, diese zu optimieren, sodass es zu weniger Zahnkrankheiten kommt, beziehungsweise sie gar nicht erst auftreten. Sie erheben Befunde, stellen orale Erkrankungen fest und können daraufhin Therapien und Behandlungspläne festlegen. Neben der Beratung übernehmen Dentalhygienikerinnen auch Behandlungen am Patienten im Bereich der Parodontitistherapie, die sonst der Zahnarzt durchführen würde. Auch die Vor- und Nachsorge liegt im Verantwortungsbereich der DH, beispielsweise die orale Prophylaxe. Neben der Arbeit am Patienten werden Dentalhygienikerinnen auch in betriebswirtschaftliche Themen eingeführt, sodass sie befähigt werden, Teamleiter-Positionen zu besetzen und die Prophylaxeabteilung einer Praxis aufzubauen und zu leiten.

Voraussetzungen für die Weiterbildung

Der Beruf der Dentalhygienikerin ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Er wird vielmehr durch Fortbildungen oder ein Studium erlangt. Voraussetzungen für die Fortbildung zur DH sind (teilweise variierend von Fortbildungsinstitut zu Fortbildungsinstitut):

  • die abgeschlossene Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA)
  • eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin (ZMP) oder zur Zahnmedizinischen Fachassistentin (ZMF)
  • mindestens ein Jahr praktische Berufserfahrung als ZMP oder ZFA
  • Nachweis über das Absolvieren eines Erste-Hilfe-Kurs von mind. 9 Stunden (darf nicht älter als zwei Jahre sein)
    *Kenntnisnachweis über die aktuelle Röntgenverordnung (nicht älter als fünf Jahre)

Wichtig und vorausgesetzt sind vor allem Kenntnisse aus der ZMP-Fortbildung, die unter anderem Themengebiete wie Diagnostik, Anamnese, Anatomie der Mundhöhle und des Parodonts, Kardiologie usw. umfassen. Wissensdefizite könnten vor der Fortbildung durch Auffrischungskurse behoben werden.

Ausbildung zur DH

Um den Titel der Dentalhygienikerin zu erhalten und auch praktizieren zu dürfen, kann entweder eine Fortbildung in Voll- oder Teilzeit oder ein Studium absolviert werden.

Nebenberuflich Weiterbildung zur DH

Wird der Weg über die Fortbildung zur Dentalhygienikerin eingeschlagen, so müssen mindestens 800 Unterrichtsstunden mit einer Länge von 45 Minuten absolviert werden. Dies kann beispielsweise in Vollzeit umgesetzt werden, sodass der Abschluss nach etwa einem halben Jahr erreicht sein sollte. Soll die Fortbildung berufsbegleitend abgeschlossen werden, so werden oft Kurse angeboten, die etwa 13 Monate Zeit in Anspruch nehmen. Die Fortbildung ist in einen theoretischen (dem vorklinischen) und einen praktischen Teil (dem klinischen) unterteilt. So werden zunächst theoretische Kenntnisse vermittelt, die im Anschluss an Patienten praktisch angewandt werden können. Der praktische Teil findet oft in einer Universitätsklinik oder einer begleitenden Zahnarztpraxis statt. Das Ganze ist modular aufgebaut, sodass man einzelne Module nach und nach mit einer jeweiligen Teilprüfung abschließen kann. Während verschiedener Praktika lernt man verschiedene Behandlungsschwerpunkte kennen. Die Fortbildungen werden meist von den jeweiligen Landeszahnärztekammern angeboten, daneben auch von privaten Anbietern. Die Kosten variieren dabei von Institut zu Institut und können zwischen 7.000 und 15.000 Euro liegen. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass sich der zunächst monetäre Einsatz in der Zukunft mit Blick auf das Gehalt auszahlen kann.

Studium zur DH

Der Beruf als Dentalhygienikerin kann auch durch ein Studium erlangt werden - auch das in Vollzeit oder berufsbegleitend. Je nach vorhandenen Erfahrungen dauert das Studium sechs Semester oder kann bei Anrechnung einer Ausbildung auf vier Semester verkürzt werden. Das Studium unterteilt sich meist in Präsenz- oder Onlineveranstaltungen sowie Inhalte, die im Selbststudium gelernt werden müssen.

Ein Schema, dass den Weg zur Dentalhygienikerin aufzeigt
Die Voraussetzungen und die Dauer bis zum Titel "Dentalhygienikerin".

Gehalt einer Dentalhygienikerin?

Der lange Weg bis zum Titel Dentalhygienikerin wird später mit einem höheren Gehalt belohnt. Die Gehaltshöhe variiert dabei je nach Praxis - diese können tarifgebunden sein oder ein individuelles Vergütungssystem haben.
Im Bereich der Tarifverträge gliedern sich Dentalhygienikerinnen in die höchste Tätigkeitsgruppe, die Gruppe V. Somit erhalten DH einen Zuschlag von 30% zur Grundvergütung. Laut Tarifvertrag liegt das Einstiegsgehalt bei 2.887,50 €. Nach sieben Jahren Berufserfahrung steigt es auf 3.139 € und ab dem 28. Berufsjahr auf 3808,50 €. Gültig sind diese Tarifgehälter in Hamburg, Hessen, im Saarland und im Landesteil Westfalen-Lippe. Im Vergleich dazu liegt das Gehalt einer ZFA ohne weitere Qualifikationen bei 2.221 € im ersten Jahr und steigt auf maximal 2929,50 € in der höchsten Stufe der Berufsjahre.
In Praxen, die nicht nach Tarif bezahlen, ist die Gehaltsspanne flexibel. Hier können Dentalhygienikerinnen zwischen 2.093 € und 2.993 € verdienen. Je nach Berufserfahrung und Verhandlungsgeschick kann das Gehalt auch höher ausfallen.

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Ein Beitrag von:
Jennifer Schulte-Tickmann

Jennifer Schulte-Tickmann schreibt beim Deutschen Zahnarzt Service über die Karriere in der Dental-Branche. Sie verfolgt die Entwicklungen der Branche aktiv und möchte Zahnärzten bei der Jobsuche mit aktuellen und relevanten Informationen und Tipps behilflich sein.

     

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