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Cristiana

22, Frankfurt a. M.

Ich studiere Zahnmedizin, weil ...

Schon als Kind habe ich mir gewünscht, Zahnärztin zu werden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich im Kindergartenalter die Hantelbank meines Vaters zum Zahnarztstuhl umgebaut habe und die elektrische Zahnbürste war mein Bohrer. Für meine erste Füllung aus weißer Knete musste mein Vater seinen Kopf hinhalten. Mit 13 Jahren sind meine Eltern mit mir nach Deutschland gezogen. Es war eine sehr harte Zeit, weil ich nicht viel Deutsch konnte und niemanden kannte. Mir war aber schon damals klar, dass ich nur mit viel Ehrgeiz und Eifer mein Abitur schaffe, um Zahnmedizin zu studieren. Nach dem Physikum habe ich mir zum ersten Mal wirklich die Frage gestellt, warum ich das alles mache. Ist das wirklich der Weg, den ich gehen möchte oder will ich nur einer 6-jährigen Cristiana treu bleiben, die voller Freude und Naivität durch Kinderaugen in die Zukunft schaute, während sie das okklusale Relief ihres Vaters aus Knete nachmodellierte. Diese Frage, die mich monatelang quälte, habe ich für mich beantworten können, als ich auf der Arbeit mit einem Patienten ein Gespräch hatte. Um mein Studium zu finanzieren, arbeite ich die Nachtschicht in einer Neuro-Praxis. Für die Schlafdiagnostik muss ich die Patienten verkabeln und unter anderem Elektroden auch auf die Kaumuskulatur kleben. Dazu müssen die Patienten die Backenzähne zusammenbeißen, damit ich den Bauch des M. Masseters gut abtasten kann. Eines Abends hatte ich einen Patienten, der mir unbewusst die Frage beantwortet hat, warum ich Zahnärztin werden möchte. Er sagte, er kann die Backenzähne nicht zusammen beißen, da er seit 5 Jahren keine mehr hat. Ich kam ins Gespräch mit ihm und habe versucht herauszufinden, warum er keinen Zahnersatz hat. Er meinte, er kann sich Implantate nicht leisten und alle Zahnärzte, die er besucht hat, haben ihm nur die Implantatversorgung vorgeschlagen. Er hat seit 2 Jahren keinen Zahnarzt mehr besucht, weil er sich immer etwas verachtet gefühlt hatte wegen seiner finanziellen Situation und hat seit 5 Jahren nichts mehr gegessen, was nicht flüssig oder püriert war. Mir kamen die Tränen. Ich habe ihm vorgeschlagen, er soll nach Frankfurt in die Uniklinik kommen, da wird man sich besser um ihn kümmern. Aber ich habe in dem Moment realisiert, ich werde Ärztin und in diesem Beruf geht es immer nur um Menschen und Menschenleben. Wir als Zahnärzte werden wahrscheinlich keine Leben retten, aber wir retten Lebensqualität. Wir geben Menschen die Möglichkeit, wieder feste Kost essen zu können. Und wir haben die Möglichkeit, Menschen auch psychisch zu helfen, indem wir Ihnen Aufmerksamkeit schenken und Interesse zeigen. Ich habe in dem Moment auf mein Studium zurückgeschaut und habe realisiert, dass mich die Arbeit mit Patienten nie belastet hat, es hat mir immer Spaß gemacht, mit Menschen aller Altersgruppen zu reden, ihre Geschichten zu hören und ihnen das Leben ein Stück weit zu verbessern.

Mit dem Stipendium des Deutschen Zahnarzt Service würde ich ...

Mein Ziel im Studium ist, die beste Zahnärztin zu werden, die ich werden kann und dies nicht nur auf der fachlichen Ebene. Ich finde, es ist sehr wichtig, seine Kompetenzen auch auf persönlicher Ebene zu fördern, indem man in seine Talente investiert. Daher würde ich die Hälfte von der Summe in eine Lupenbrille investieren, die andere Hälfte in Musikunterricht. Seit ich finanziell unabhängig bin, musste ich auf die Musikstunden verzichten, auch wenn diese immer der Ort darstellten, an dem ich sehr gut abschalten und entspannen konnte.

Meine künftige Wunschpraxis ...

Mir ist das Arbeitsklima von maximaler Wichtigkeit. Der Umgang der Kollegen untereinander reflektiert den Umgang der Kollegen mit den Patienten und ich finde, Menschen sollten in jeder Praxis an erster Stelle stehen und jede Praxis sollte genau das nach außen ausstrahlen. Das Arbeitsklima ist auch die Basis für die psychische Gesundheit, die vor allem in einer leistung- und konsumorientierten Gesellschaft extrem wichtig ist. Außerdem würde ich gerne vor allem am Anfang meiner Karriere Teil eines größeren Teams sein, dessen Mitglieder sich gegenseitig ergänzen und jeden Tag voneinander lernen können. Ich fände es auch gut, wenn der Chef Humor hat. Meine vergangenen Arbeitserfahrungen haben gezeigt, ein Team funktioniert besser, wenn der Chef Humor hat. Natürlich wäre das kein Hauptkriterium, wenn ich mich für eine Arbeitsstelle entscheiden müsste, aber es würde auf jeden Fall helfen.

Ich sollte das Stipendium erhalten, weil ...

Das ist mit Abstand die schwierigste Frage. Es gibt viele Eigenschaften, die mich einzigartig machen und durch die ich heraussteche, aber genau das gilt für jeden einzelnen Kandidaten. Ich sollte es erhalten, weil ich erkannt habe, dass ich weder von Noten, von meinem sozialen Status, dem sozialen Status meiner Eltern, meiner jetztigen finanziellen Situation oder sogar von der Meinung anderer über mich definiert werde. Das, was mich definiert, ist die Person, die ich mal werde. In den Prozess, diese zu werden, werde ich Ehrgeiz investieren aber ich werde mir auch die nötige Zeit lassen, Fehler akzeptieren und aus ihnen lernen. Dieses Stipendium würde diesem Prozess sicherlich helfen. Ich werde mir selber aber gnädig sein und immer wieder den Weg betrachten, den ich schon gegangen bin.

Und noch etwas zum Schmunzeln: Der typische Zahnmedizinstudierende...

Der typische Zahnmedizinstudent wird immer gefragt, was er von Dr. Smile hält.

 
Dein persönlicher Betreuer
Jesko Landwehr
Hallo, mein Name ist Jesko Landwehr und beim Deutschen Zahnarzt Service bin ich für die Vergabe unserer Stipendien zuständig. Du möchtest weitere Informationen zum Bewerbungs- und Vergabeprozess erhalten? Dann kontaktiere mich gerne und ich unterstütze Dich dabei, alle Formalien für die Bewerbungsphase zu klären.

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Fax: +49 (0) 521 / 911 730 41
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