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Gutes Marketing für den Zahnarzt - parsmedia im Interview Teil II

Lesezeit: ca. 4 Min. | Beitrag vom

Zusammenfassung
4.3 / 5 aus 26 Abstimmungen

Interview mit Klaus Schenkmann von parsmedia

praxismarketing_zahnarzt
Praxismarketing für Zahnarztpraxen

DZAS: Was sollte man bei der Nutzung von Facebook und Blog beachten?

Schenkmann: Der praxiseigene Blog - die Website - ist zunächst einmal das Informationsmedium, auf dem die Themen erscheinen, denen wir uns widmen. Facebook nutze ich dann, um den Menschen zu zeigen, dass es diesen speziellen Blogeintrag gibt. Facebook ist somit ein Verteilmedium. 90 Prozent des Traffics auf unseren Blogs kommt üblicherweise von Facebook. Der Inhalt im Blog muss dann so spannend sein, dass der Post, in dem der Inhalt des Artikels kurz angerissen wird, auch geklickt wird.

Die Veröffentlichung des Artikels auf der eigenen Website oder dem eigenen Blog ist deshalb so wichtig, weil alles, was bei Facebook ist, auch Facebook gehört. Daher sollte man erst einmal professionell auf der eigenen Website oder dem Blog unterwegs sein und dann erst den Auftritt in den sozialen Netzwerken suchen. Dann ist man in der Basis dieser Art der Kommunikation gut aufgestellt.

No-Gos beim Posten im Internet

DZAS: Was sind also absolute No-Gos beim Posten auf dem Blog, bei Facebook oder Twitter?

Schenkmann: Also abgesehen davon, dass man sich an gesellschaftliche Regeln halten muss, ist es ein absolutes No-Go, Mitarbeiter zu posten, die vorher nicht ihr Einverständnis gegeben haben. Peinliche Artikel sollte man ebenfalls möglichst vermeiden – Fremdscham ist schließlich nicht Teil eines guten Praxismarketings.

Ein weiteres No-Go ist zu lügen und ein ganz falsches Bild von der Praxis zu zeigen – das kommt am Ende immer raus und nützt am wenigsten der Praxis selbst. Außerdem ist es natürlich nicht gestattet, gegen das Berufsrecht, das Heilmittelwerbegesetz oder die Mediengesetze zu handeln. Was ich in der Praxis selbst nicht tun darf, darf ich logischerweise auch nicht bei Facebook tun, wie zum Beispiel den Friseursalon des eigenen Bruders weiterempfehlen.

Dass man keine Patientendaten postet oder Dinge, die der normalen Gesetzgebung widersprechen, versteht sich ja von selbst. Außerdem sollte man auf jeden Fall darauf verzichten, Blut zu zeigen. Niemand möchte sehen, wie jemand gerade operiert wird. Das ist verstörend – vor allem für solche Patienten, die eh schon unter Zahnarztangst leiden.

Was viele nicht wissen: Auch über mein privates Profil darf ich keine Werbung für meine Praxis machen und diese Kontakten empfehlen - außer es besteht schon eine berufliche Beziehung!

Richtige Nutzung der Medien für Zahnärzte

DZAS: Wie können Zahnärzte die Medien gut nutzen, um mehr Patienten auf sich aufmerksam zu machen?

Schenkmann: Zahnärzte sollten, wie alle anderen auch, auf allen Kanälen kommunizieren. Patienten bringen immer ein bestimmtes Vorwissen mit – das ist aber häufig falsch. Beispielsweise kursieren da angebliche Fakten wie „Fluoride machen die Kinder krank“ oder „Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt bringt eigentlich nichts“.

Die Aufgabe der Zahnärzte ist es dabei, den Patienten mithilfe der Medien auf verständliche Art und Weise zu erklären, was genau sie mit bestimmten Behandlungen erreichen und ihnen Lösungen anzubieten. Wenn ein Zahnarzt auf seinem Blog einen Artikel über ein neuartiges Gerät schreibt und dabei nur Fachchinesisch benutzt, wird ihm dies sicherlich keine neuen Patienten bescheren.

Das ist also im Endeffekt die größte Chance für Zahnärzte: gute, verständliche Inhalte, die dem Patienten einen deutlichen Mehrwert bringen: Wissen, Information, Hilfe und gerne auch mal Unterhaltung!

Gutes Praxismarketing = viele Bewerber auf offene Stellen?

DZAS: Haben Sie schon einen Zusammenhang zwischen einem guten Praxismarketing und der Anzahl von Bewerbern auf eine offene Stelle festgestellt?

Schenkmann: Direkte Zahlen kann ich nicht nennen, aber selbstverständlich spreche ich als Zahnarzt mit einem guten Marketing potentielle Mitarbeiter an. Wenn ich darstelle, wie unser Team funktioniert, wie wichtig uns die Menschen sind, die bei uns arbeiten, wie wir zu Fortbildungen stehen, etc., dann kann sich der potentielle Bewerber gleich ein viel konkreteres Bild von der Praxis machen und denkt sich vielleicht: hier würde ich gerne arbeiten.

Für viele ist das dann ein Grund, sich bei solch einer transparenten Praxis zu bewerben. Dabei ist es für eine Praxis wichtig, sich mit dem Marketing immer auf drei Ebenen zu positionieren: Patienten, Medien und potentielle Mitarbeiter.

Diese Themen erfahren guten Zulauf

DZAS: Welche Art von Thema wird meist häufig geklickt?

Schenkmann: Wichtig ist, dass man den Patienten etwas zeigt, was sie nicht sowieso schon sehen, wenn sie die Praxis betreten. Also einen Blick „hinter die Kulissen“, vor allem auf die Menschen dahinter. Themen, die die meiste Interaktion hervorrufen, sind nämlich immer solche, die Menschen behandeln.

Dabei sollte es persönlich sein aber nie intim. Beispielsweise sind positiv besetzte Themen wie Ausflüge und Fortbildungen immer toll, da sie eine gute Außendarstellung bewirken. Dadurch sind sie gleichzeitig relevant für potentielle neue Mitarbeiter. Dabei gilt immer die Frage: Welche Zielgruppe spreche ich an? Je nach dem, ob ich junge Frauen oder ältere Herrschaften ansprechen will, muss ich meinen Schreibstil und das Layout anpassen, bei Frauen beispielsweise Posts mit kleinen Smileys und Blumen verzieren (sorry für das Klischee, aber es wirkt).

Analysetools von Google und Facebook zeigen uns dann, welche Beiträge häufig geklickt wurden. Anhand der Ergebnisse sieht man nach einiger Zeit, welche Themen gefragt sind und welche eher nicht.

Dagegen sollte man sich mit Zahngesundheitsthemen zurückhalten. Natürlich gehören die auch dazu, müssen dann aber eine hohe Brisanz haben, aktuell und außergewöhnlich sein, um geklickt zu werden. Wenn irgendein Zahnarzt meint, er müsste zum tausendsten Mal in der Geschichte der Zahnärzte auf seinem Blog erklären, was die KAI-Methode ist, verfehlt er damit das Ziel. Außer natürlich, das Maskottchen der Praxis heißt Kai und erklärt es dann sprachlich gerecht für die Kinder selbst. Aber generell sollte man diese allgemeinen und abgegriffenen Themen lieber sein lassen.

Lesen Sie hier Teil 3 des Interviews.

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